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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 18:55 Uhr

Handball : Nicht freiwillig in die 3. Liga

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Empor-Geschäftsführer Sven Thormann tritt Gerüchten entgegen: „Ich bin zuversichtlich, dass wir sportlich und wirtschaftlich die Klasse halten.“

In der 2. Handball- Bundesliga ruhte am Wochenende mit Rücksicht auf den internationalen Terminkalender der Spielbetrieb. Über die aktuelle Situation beim HC Empor sprach NNN-Mitarbeiter Bernd-Dieter Herold mit Sven Thormann, Geschäftsführer der Empor Handball GmbH.

Herr Thormann,  im Kampf gegen den Abstieg geht es sehr eng zu. Wie schätzen Sie die Situation ein?
Sven Thormann: Es wird bestimmt eng bleiben, bis jeder seine 40 Saisonspiele bestritten hat. Der Fakt, dass ab Bietigheim auf Platz zehn alle Teams über ein negatives Punkteverhältnis verfügen, unterstreicht die Ausgeglichenheit der Liga. Auch unser Vorsprung von drei Zählern auf einen Nichtabstiegsplatz ist keineswegs ein Ruhekissen.

Nach dem 23. Spieltag war der HC Empor nur noch Vorletzter…
In der Tat konnten bis zur 23. Runde nicht alle in der Mannschaft ihre vorhandenen Fähigkeiten abrufen, was aber auf bestimmte Gründe zurückzuführen ist. Nach der EM-Pause gab es jedoch einen positiven Umschwung.

Wie wurde der bewerkstelligt?
Die Hinrunde wurde analysiert, gemeinsam mit Trainer Aaron Ziercke ausgewertet. Das Team ist noch näher zusammengerückt und hat den Abstiegskampf voll angenommen. Auch in der Hinrunde war ja nicht alles schlecht. Viele Spiele wurden knapp und am Ende teils unglücklich mit einem oder zwei Toren verloren. Ein, zwei Erfolgserlebnisse mehr hätten uns in der Zeit sicher gut getan. Zudem blieben wir in der Rückrunde bisher glücklicherweise von größeren verletzungsbedingten Ausfällen verschont. Sogar den Kraftakt von sieben Spielen in vier Wochen hat die Mannschaft gut weggesteckt.

In der zweiten Saisonhälfte stehen wir bei 12:12 Zählern, punkteten auch in der Phase von drei Auswärtsspielen nacheinander in Emsdetten und Nordhorn. Das gab zusätzliches Selbstvertrauen.

Empor hat noch acht Partien vor sich, muss dabei nur dreimal auswärts antreten – ein Vorteil?
Der Spielplan ist in der jetzigen Phase sicher kein Nachteil für uns. Ein Selbstläufer wird das jedoch keinesfalls. Wir müssen weiter fokussiert bleiben, dann schaffen wir es auch, die Weichen für die neue Saison zu stellen.

Wie sieht es hier mit der Planung aus?
Erst einmal möchte ich Gerüchten hinsichtlich eines freiwilligen Gangs in die 3. Liga entschieden entgegentreten. Wir haben einen Antrag auf Spielgenehmigung 2. Bundesliga gestellt, die Lizenzunterlagen fristgerecht eingereicht. Mit der dafür zuständigen Kommission sind wir in Kontakt. Wir wissen, dass wir noch einiges zu tun haben, doch ich bin zuversichtlich, dass wir sportlich wie wirtschaftlich das Ziel Klassenerhalt schaffen. Dazu haben sich alle Verantwortlichen bekannt und arbeiten gemeinsam daran.

Und wie sieht es finanziell aus? Sie mussten bei Amtsantritt zu Saisonbeginn Erblasten übernehmen…
Zu Letzterem gebe ich kein Statement ab. Unstrittig ist, dass wir den Gürtel enger schnallen müssen. Dennoch bin ich mir sicher, dass wir für die neue Saison eine konkurrenzfähige Mannschaft auf die Beine gestellt bekommen.
 

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