Neustart in der Kita Groß Grenz

<strong>Turbulente Wochen liegen hinter der Kita Groß Grenz:</strong> Erzieherin Marita Urban füttert die kleine Ida Lampe. <foto>Nadine Schuldt</foto>
Turbulente Wochen liegen hinter der Kita Groß Grenz: Erzieherin Marita Urban füttert die kleine Ida Lampe. Nadine Schuldt

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04. Januar 2013, 09:27 Uhr

Groß Grenz | Chiara Notzeblum und Julian Elbe sind neugierig: Die beiden Steppkes probieren noch fix den neuen Zahlrahmen aus - bevor sie in die Küche zum Mittagessen gehen. Chiara und Julian sind zwei von 43 Kindern, die seit dem 2. Januar die Kindertagesstätte An der Beke in Groß Grenz besuchen. "Viele der Kinder erkunden die umgestalteten Räumen und testen die neuen Spielzeuge", sagt Stefan Hagemann, Leiter der Einrichtung.

Denn in der Kita gab es einen turbulenten Trägerwechsel: Nach monatelangem Hin und Her ist die Aktiv in MV GmbH (AIMV) seit Mittwoch verantwortlich. Erst vergangene Woche hatte der neue Träger die Schlüssel von der Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik aus Rostock bekommen. Nach der Kündigung des Mietvertrages mit dem alten Träger hatte sich der Auszug aufgrund eines juristischen Streits bis zum Jahreswechsel hingezogen. Jetzt kümmert sich Hagemann mit Hochdruck um weitere Formalien: "Die Verträge mit den Eltern müssen beispielsweise vernünftig geordnet werden." Um Fehler zu vermeiden, steht AIMV auch in engem Kontakt mit dem Jugendamt. "Eine Vertreterin der Behörde war bereits hier und hat die Einrichtung abgenommen", sagt Hagemann.

Bei der Renovierung hatten sogar Eltern aus dem Ort mit angepackt. Mitunter waren bis zu 25 Erwachsene dabei. Sie strichen Wände in den Gruppenräumen, installierten Lampen sowie Fußleisten und bauten das Mobiliar auf. "Wir haben auch einige Dinge beibehalten, die der vorherige Träger eingerichtet hatte", sagt Hagemann. So seien im Eingangsbereich fast wieder alle Namensschildchen an den Kleiderhaken, auch bestehende Gruppen blieben zusammen. Das Mittagessen solle ebenfalls wieder in den eigenen Räumen zubereitet werden. Derzeit sei AIMV auf der Suche nach einer geeigneten Küche, in der ab März gekocht werden soll.

Insgesamt achten sechs Erzieherinnen darauf, dass die Kinder optimal versorgt und beschäftigt werden. Darunter sind eine Montessori-Diplompädagogin sowie Erzieher mit Spanisch- und Englischkenntnissen. "Wir werden die Kinder nach den Leitsätzen der AIMV betreuen, also Dinge im Bereich Natur und Umwelt sowie Generationen übergreifende Vorhaben anbieten", so Hagemann. Zunächst wird der normale Kita-Betrieb aufgenommen. "Jeden Tag kommen wir mit den Kindern zum Morgenkreis zusammen", sagt Erzieherin Marita Urban. Dort singen sie und reden über jahreszeitliche Themen. Zudem bleiben einige Eltern auch noch da und nehmen am Morgenkreis teil, um den Kindern den Übergang zu erleichtern. Ein Aufwand, der sich zu lohnen scheint. "Die Kinder werden nachmittags entspannt und ruhig von der Kita abgeholt", sagt Urban.

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