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Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. November 2017 | 22:37 Uhr

Nach der Pleite : Neustart für Elmenhorst

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Nach der Pleite der Fruchtsäfte GmbH soll der Standort wieder wachsen / 14 Arbeitsplätze entstehen

Mehrere Tausend Tonnen Bio-Äpfel werden jedes Jahr in Elmenhorst zu Fruchtsäften verarbeitet. Seit zwei Jahren produziert die Sonnländer Getränke GmbH die vitaminreichen Säfte. Das Unternehmen hat das Werk Anfang 2013 von der Elro-Gruppe übernommen, die 2012 Insolvenz anmeldete. Zur Elro-Gruppe aus Rostock gehörten die Elmenhorster Fruchtsäfte GmbH, die Großkelterei im sächsischen Rötha, die Rottaler Fruchtsaft GmbH im Landkreis Passau, die Rokoma Konfitüren-Feinkost GmbH in Rostock sowie die Mecklenburger Spirituosenfabrik G. Winkelhausen GmbH in Güstrow. 350 Mitarbeiter waren betroffen.

An den Standorten Rostock und Rötha beschäftigt die Sonnländer Getränke GmbH, die zum Edeka-Verbund gehört, insgesamt 190 Mitarbeiter. Mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums MV will Sonnländer wachsen und Arbeitsplätze schaffen. „Es ist erfreulich, dass so ein traditionsreicher Standort wie Elmenhorst und die Marke Elmenhorster sich weiterentwickeln. Es wird investiert, dies ist ein gutes Zeichen für die Firma“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe CDU). „Das Unternehmen will seine Effektivität erhöhen und 14 neue Stellen schaffen. Das Obst in Bio-Qualität kommt aus dem Land, das schafft vernünftige regionale Kreisläufe und Synergien und stärkt die einheimische Lebensmittelbranche.“ Die Obstplantage Diedrichshagen liegt sieben Kilometer südlich von Kühlungsborn, die zweite in Hohen Niendorf sechs Kilometer westlich von Kühlungsborn. Die Ernte der Bio-Äpfel beginnt Mitte August und dauert bis Ende November. Verarbeitet werden hauptsächlich die Sorten Seestermüher Zitronenapfel, Reglindis und Prinz Albrecht.

Das Elmenhorster Unternehmen mit 72 Beschäftigten stellt vorwiegend Fruchtsäfte für die Märkte von Edeka und dem Netto-Discounter her. Im Ausland werden aktuell vor allem Handelsketten in Skandinavien, im Baltikum oder in Russland beliefert. In Rostock erfolgt zukünftig die gebündelte Abfüllung in Kartonverpackungen. Die Verpackungen werden von neuen und modernen Kartonanlagen vom Band rollen, um die Vorteile beider Systeme für die Verbraucher und die Umwelt besser und flexibler nutzen zu können. Mit den vorgesehenen Investitionen soll die wirtschaftliche Effizienz des Unternehmens gestärkt werden. Zu diesem Zweck erfolgt die maschinelle Umstellung der Produktionsstätte für die neuen Abfüllanlagen. Die Maßnahmen sollen Anfang des kommenden Jahres abgeschlossen werden. Die Neuausrichtung wird vom Wirtschaftsministerium aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung in Höhe von 554 700 Euro unterstützt. Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen auf rund 5,6 Millionen Euro.

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