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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 04:11 Uhr

Bürgerschaft : Neustart auf der Mittelmole

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Geänderte Planungskriterien beschlossen: Weniger Wohnungen, kein Hochhaus

svz.de von
erstellt am 03.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Nach hitzigen Diskussionen der vergangenen Monate haben sich die Warnemünder mit ihren Bedenken in Sachen Mittelmole durchgesetzt. Die Bürgerschaft stimmte einem Zehn-Punkte-Katalog des Ortsbeirats zu – und der sieht strenge Kriterien für die weitere Planung des Areals vor. „Es hat in der Vergangenheit mehrere Entscheidungen gegeben, deren Ausgang nicht glücklich war“, sagt Ortsbeiratsvorsitzender Alexander Prechtel (CDU). Nun müssten ein paar Leitplanken eingezogen werden.

Die sehen unter anderem eine Beschränkung auf maximal 300 Wohnungen vor, die zudem nur im nordwestlichen Teil des Areals angesiedelt werden sollen. Auf Wohnbebauung im Südwesten soll ganz verzichtet werden – ebenso wie auf ein ursprünglich vorgesehenes Hochhaus, die so genannte Landmarke.

Mit seiner Forderung nach einem offiziellen Planungsstopp und der Eröffnung eines ganz neuen Verfahrens konnte der Ortsbeirat die Bürgerschaft gestern indessen nicht überzeugen. „Ein Neuverfahren ist ungerechtfertigt, denn die bisherigen Planungen sind nicht bindend“, sagte Wirtschaftsausschuss-Vorsitzende Anke Knitter (SPD). An ihnen hatten bei zwei Anhörungen jeweils mehrere Hundert Warnemünder zum Teil heftige Kritik geäußert. Sie befürchteten, dass Sichtachsen zwischen Altem Strom und Seekanal zugebaut werden sollen, hatten Angst vor „austauschbarer Würfel-Architektur wie beim Molenfeuer oder am Friedrich-Franz-Bahnhof“, wie es vom Ortsbeirat heißt.

Die Stadtverwaltung arbeitet gerade an einer Auswertung der öffentlichen Diskussion. Einzelfragen sollten aber nicht vor dem eigentlichen Abwägungsprozess entschieden werden, so Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Die Linksfraktion in der Bürgerschaft hat angekündigt, nun im November einen Antrag für ein mehrstufiges Bürger-Beteiligungsverfahren vorzulegen.

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