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ASB Regionalverband Warnow-Trebeltal : Neun Kitas für gesundes Essen zertifiziert

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Der ASB Regionalverband Warnow-Trebeltal meint es ernst: Gestern ließ der Kita-Träger in Gresenhorst bei Marlow seine fünfte Einrichtung mit dem "Fit Kid"-Logo für gesunde Kita-Kost zertifizieren.

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erstellt am 26.Apr.2012 | 10:03 Uhr

Der ASB Regionalverband Warnow-Trebeltal meint es ernst: Gestern ließ der Kita-Träger in Gresenhorst bei Marlow seine fünfte Einrichtung mit dem "Fit Kid"-Logo für gesunde Kita-Kost zertifizieren. Gleichzeitig erhielt auch die nunmehr vierte Küche des Verbands das Logo der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Nach Angaben der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung gibt es nun landesweit insgesamt neun Kitas, deren Kost besonders ausgezeichnet wurde. Eine weitere Einrichtung befinde sich derzeit noch im Zertifizierungsprozess.

Seit Einführung der neuen DGE-Standards vor drei Jahren hätten die Anfragen zur Umsetzung der Qualitätsrichtlinien zugenommen, sagt Roswitha Bley von der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung in Mecklenburg-Vorpommern. Vergeben wird das "Fit Kid"-Logo demnach an Kindertagesstätten, die unter anderem bei der Herstellung und der Lebensmittelauswahl für die Menüs die Qualitätsvorgaben der DGE für eine vollwertige und ausgewogene Ernährung berücksichtigen.

Dazu gehört beispielsweise, dass es pro Woche zweimal Fleisch, einmal Fisch und zweimal ein vegetarisches Essen gibt. Ein süßes Hauptgericht wird nur zweimal pro Monat empfohlen, Paniertes oder Frittiertes wie Fischstäbchen, Kroketten, Pommes oder Schnitzel nur einmal pro Woche.

Genau das scheint für manche Familien jedoch erst einmal gewöhnungsbedürftig zu sein, wie Roswitha Bley festgestellt hat. "Die Umsetzung der Qualitätsstandards wird durch die Ernährungsgewohnheiten in Mecklenburg-Vorpommern nicht gerade begünstigt." In der Regel werde im Land sehr fleischlastig gegessen. Die Folge: Manche Küchen scheuten die Umstellung auf eine gesündere Kost, weil sie Angst hätten, Verträge oder Kunden zu verlieren.

"Wichtig ist, dass die Kinder in die Umstellung miteinbezogen werden", meint Roswitha Bley. Der Begriff "gesundes Essen" wirke manchmal noch abschreckend. "Es soll vielmehr um Genuss, um den Spaß am Essen gehen", so die Expertin.

Einrichtungen, die sich für eine Zertifzierung interessieren oder unabhängig davon Fragen zu gesünderer Kost haben, werden von der Vernetzungsstelle kostenlos beraten. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter: www.fit-kid.de.

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