Bauvorhaben : Neues Wohngebiet für Evershagen

Der Zwölfgeschosser (Ansicht oben) wird zuletzt gebaut – an der Ecke Bertolt-Brecht-Straße/Martin-Andersen-Nexö-Ring. Entlang der Brecht-Straße entsteht ein Sechsgeschosser mit Sozialwohnungen (oben rechts). Teurer werden die 32 Wohnungen in zwei Blöcken, die versetzt dahinter gebaut werden (unten links). Dazu kommt eine Parkpalette für das Quartier.  Grafik: INROS LACKNER SE-DR. Krause
Der Zwölfgeschosser (Ansicht oben) wird zuletzt gebaut – an der Ecke Bertolt-Brecht-Straße/Martin-Andersen-Nexö-Ring. Entlang der Brecht-Straße entsteht ein Sechsgeschosser mit Sozialwohnungen (oben rechts). Teurer werden die 32 Wohnungen in zwei Blöcken, die versetzt dahinter gebaut werden (unten links). Dazu kommt eine Parkpalette für das Quartier. Grafik: INROS LACKNER SE-DR. Krause

WGSH will auf altem Schulgelände für 30,5 Millionen Euro 142 Wohnungen bauen, 66 davon mit sozialen Mieten.

svz.de von
11. Juli 2018, 08:00 Uhr

Wo früher zwei Schulen standen, wächst seit zehn Jahren Gras. Doch jetzt gibt es konkrete Pläne, was aus dem zwölfeinhalb Hektar großen Grundstück zwischen Bertolt-Brecht- und Knud-Rasmussen-Straße sowie Martin-Andersen-Nexö-Ring werden soll. Die Wohnungsgenossenschaft Schiffahrt-Hafen (WGSH), die im Stadtteil bereits rund 1000 Wohnungen vermietet, will dort bis 2023 insgesamt 142 neue bauen – von Angeboten mit sozialer Miete über höherwertige Quartiere bis hin zu einem vertikal begrünten Zwölfgeschosser. Dazu kommen die Freiflächengestaltung sowie eine so genannte Parkpalette. „Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt nach heutigem Stand 30,5 Millionen Euro“, erklärte Andreas Lübcke im Evershäger Ortsbeirat.

Das Vorstandsmitglied der Genossenschaft hat dort gestern das dreigeteilte Bauvorhaben vorgestellt. Entgegen bisheriger Vorgehensweisen hätte sich die Stadt vergangenes Jahr dafür entschieden, für die Fläche eine Konzeptausschreibung durchzuführen. Wer bauen wollte, musste deshalb einen Gestaltungsvorschlag einreichen, der verschiedenste Aspekte berücksichtigt und sich gut in das Ortsbild einfügt. „Und wir haben den Zuschlag bekommen. Aktuell wird der Kaufvertrag für das Grundstück vorbereitet, das uns etwas mehr als zwei Millionen Euro kostet“, sagt Lübcke, der damit rechnet, dass die Verhandlungen bis Ende August abgeschlossen sind und dann die Planungen beginnen können. Alle Details des Sieger-Konzepts würden dabei vertraglich festgelegt.

Im Frühjahr 2020 soll auf dem Gelände der erste Spatenstich erfolgen – für einen Sechsgeschosser mit 66 Sozialwohnungen von zwei bis vier Räumen. Parallel dazu wird die so genannte Parkpalette mit 84 Stellplätzen errichtet. 2021 folgen dann zwei fünfstöckige Häuser mit Staffelgeschoss, in denen jeweils 16 hochwertige Wohnungen entstehen – zumeist mit drei Räumen. Den Abschluss bildet mit geplantem Baubeginn 2022 der Zwölfgeschosser, für den der Architekt vom Rostocker Büro Inros Lackner eine vertikale Balkonbegrünung vorgesehen hat. Neben 44 Wohnungen biete das Gebäude im Erdgeschoss auch vier Gewerbeflächen. „Wir wollen keine Gastronomie, sondern könnten uns zum Beispiel einen Carsharing-Anbieter vorstellen“, so Lübcke. Schließlich soll das gesamte Wohngebiet nur vom Martin-Andersen-Nexö-Ring befahren werden und keinen fließenden Verkehr zulassen. Dafür wird von der WGSH die laut Stellplatzsatzung vorgeschriebene Mindestzahl von 99 Parkplätzen geschaffen. Darunter neben Ladeflächen für E-Mobilität auch behindertengerechte, denn alle Wohnungen werden barrierefrei, bieten zusätzlich zu Balkonen und Fahrstühlen auch Kellerräume. Auf der Grünfläche im Wohngebiet sei vieles vorstellbar – von einem Bachlauf über Fitnessgeräte bis hin zu einem Springbrunnen, wie Ortsbeiratsmitglied Harm Wullekopf (Linke) anregte.

Niels Schönwälder (SPD) zeigte sich begeistert von den Plänen. „Für Evershagen und den Nordwesten ist das genau richtig. Es wertet unseren Stadtteil noch weiter auf“, erklärte der Beiratsvorsitzende.

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