Neues Labor nach 30 Jahren

<strong>Baufortschritt trotz Schnee und Kälte:</strong> Uwe Sander, Bereichsleiter des BBL in Rostock, will spätestens im Mai Richtfest im Justus-von-Liebig-Weg feiern. <foto>Dana Bethkenhagen</foto>
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Baufortschritt trotz Schnee und Kälte: Uwe Sander, Bereichsleiter des BBL in Rostock, will spätestens im Mai Richtfest im Justus-von-Liebig-Weg feiern. Dana Bethkenhagen

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21. Januar 2013, 10:19 Uhr

Südstadt | Im Justus-von-Liebig-Weg schießt am Südring das neue, zweigeschossige Labor der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät in die Höhe. Vor nicht ganz einem Jahr hatten hier die Abrissarbeiten begonnen. "Der Keller ist fertiggestellt und muss nur noch abgedichtet werden", erklärt Uwe Sander, Bereichsleiter des Betriebs für Bau und Liegenschaften Rostock (BBL). Momentan entstehen die tragenden Wände des kompakten Gebäudes. Wenn alles läuft wie geplant, wird im April oder Mai Richtfest gefeiert. Dann verschwindet auch der Kran vom Campus-Gelände, das zwischen 1952 und 1968 errichtet und in den 1980er-Jahren noch einmal erweitert wurde.

Das neue Labor hat insgesamt eine Nutzfläche von rund 1500 Quadratmetern und wird in der Stahlskelettbauweise mit Flachdecken realisiert. "Man spricht hier von einer dreihüftigen Anlage", so Sander. Von einer Mittelzone aus gehen jeweils die Flure und Laborräume ab. Bei diesem Neubau war es für den BBL als Bauherren des Landes Mecklenburg-Vorpommern wichtig, nachhaltig zu arbeiten. Das beinhaltet etwa den Einsatz umweltverträglicher Materialien. Es müsse schon heute da-ran gedacht werden, dass das Gebäude in fernerer Zukunft leicht umzubauen, zu sanieren und zu verwerten ist. Im Falle des neuen Labors im Justus-von-Liebig-Weg sind aufgrund der flexiblen Gesamtstruktur spätere räumliche Veränderungen, wechselnde Technikinstallationen sowie bauliche Erweiterungen möglich. "Wir gehen bei unseren Gebäuden von einer Lebenszeit von 50 Jahren aus", sagt Sander.

Der Uni Rostock, die das Gebäude bewirtschaftet, entstehen in diesem Zeitraum auch ohne Bautätigkeit einige Kosten. Um die möglichst gering zu halten und die Umwelt zu schonen, setzt der BBL auf Nachhaltigkeit. Auf einer Gesamtfläche von zirka 240 Quadratmetern werden auf dem Labor Fotovoltaik-Anlagen installiert.

Für den Bau des Labors sind insgesamt 9,68 Millionen Euro veranschlagt. Die EU beteiligt sich über den Fonds für regionale Entwicklung an der Baumaßnahme. Wenn alles nach Plan läuft und das Wetter in den kommenden Monaten mitspielt, ist mit der Fertigstellung des Gebäudes im Juli 2014 zu rechnen. Dann finden die Studenten und Wissenschaftler beste Arbeitsbedingungen vor.

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