Neues Institut zur Krebsforschung

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17. Mai 2013, 08:52 Uhr

Rostock | Die Universitätsmedizin Rostock sagt Krebs jetzt den Kampf an. In dem neu geschaffenen Institut für Experimentelle Gentherapie und Tumorforschung widmen sich Mediziner gezielt der Erforschung molekularer Mechanismen der Tumorentstehung, Metastasierung und Chemoresistenz. Die Erkenntnisse sollen als Grundlage zur Entwicklung neuer Krebsmedikamente dienen.

Das neue Institut in der Schillingallee 68 ging aus dem Arbeitsbereich für Vektorologie und Experimentelle Gentherapie hervor und wird von Professor Dr. Brigitte Pützer geleitet. "Bereits die Einrichtung des bundesweit ersten Lehrstuhls für Vektorologie vor zehn Jahren durch die Uni Rostock war wegweisend", sagt Pützer. Das neue Institut sei nun ein weiteres, entscheidendes Signal zur Stärkung der Krebs- und Stammzellforschung im Land.

Ziel ist es, die Ursachen für die bösartige Ausbreitung von Tumoren herauszufinden. "Die Herausforderung besteht darin, die für die Aggressivität von Tumoren und deren Therapieresistenz verantwortlichen Gen-Signaturen zu identifizieren und für die individualisierte Krebstherapie klinisch nutzbar zu machen", so die Direktorin. Das soll mit modernsten biotechnologischen Methoden und durch den Einsatz abgespeckter Viren, so genannter Vektoren, geschehen.

Gemeinsam mit den Mitarbeitern wurden mehrere Millionen Euro an Forschungsgeldern eingeworben. Diese Drittmittel werden von zahlreichen jungen Biologen und Medizinern in fachübergreifenden Projekten eingesetzt, um zusammen mit anderen Bereichen der Universität Rostock Fortschritte zu erzielen, die auch künftig internationale Anerkennung finden. Darüber hinaus beteiligen sich Pützer und ihre Mitarbeiter an der Lehre innerhalb der Medizin und dem Institut für Biowissenschaften der Universität. "Durch spannende Vorlesungen und Seminare gelingt es uns, junge Menschen für das Fachgebiet und unsere Arbeit zu begeistern", sagt Pützer.

Am Donnerstag, 23. Mai, findet von 10 bis 13 Uhr ein Symposium zur Institutsgründung statt.

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