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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. August 2017 | 11:01 Uhr

Warnemünde : Neuer Schick für Traditions-Eisdiele

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Dietlinde Hübener und ihr Mann Olaf lassen ihr Geschäft restaurieren / Softeis komplettiert das Angebot / Eröffnungstermin ist noch offen

Großes Nase-Plattdrücken ist derzeit täglich an den Scheiben des Hauses Am Strom 102 zu beobachten. Hier betreibt Dietlinde Hübener seit 1994 das Traditionsgeschäft Die Eisdiele. Und spätestens seit der Schriftzug von der Fassade abmontiert worden ist und die Fenster mit Folie verklebt sind, haben sich viele Stammkunden Sorgen gemacht, ob das beliebte Eislokal jetzt endgültig geschlossen wird. Doch diese Befürchtungen sind umsonst – denn genau das Gegenteil ist an dieser Adresse derzeit der Fall.

Das Eislokal mit langer Geschichte wird jetzt optisch und funktional verjüngt. „Wir optimieren es, bauen den gesamten Laden mit einer heimischen Ladenbaufirma um“, sagt die Betreiberin. Die 80 Quadratmeter werden zeitgemäßer gestaltet. 40 Plätze befinden sich im hinteren Teil des Raumes, vorn gibt es bunte Hocker mit langen Tischen. Die Lautstärke im Lokal wird minimiert, weil der Eistresen an den Eingang gezogen wird. Dadurch tangiert der Straßenverkauf die Sitzgäste im Eislokal nicht mehr so stark.

Für große Wirkung sorgen die 60 LED-Lampen, die Arne Siwon von der Elektrosystemtechnik Nord eingebaut hat. Dietlinde Hübener hat bewusst mit Firmen aus der Region zusammengearbeitet. „Und ich bin überrascht, wie gut alles wirkt und wie Hanse-Ladenbau die Fläche optimal aufgeteilt und genutzt hat“, sagt die Eis-Expertin, die mit ihrem Mann sonst immer im Winter Urlaub macht. Und das gern in der Karibik. In diesem Jahr wird jetzt gebaut.

Die Eisdiele gibt es bereits seit 1946. Sie wurde von Elisabeth Horst gegründet und befand sich früher in der Seestraße. Das war die Großmutter der jetzigen Betreiberin, die vor der Übernahme des Geschäftes von Beruf Kinderkrankenschwester gewesen ist. Sie wechselte von dem Job in die Selbstständigkeit, als ihre Eltern Karin und Johannes Hübener 1994 das Geschäft aufgeben wollten und die Frage der Übernahme zur Diskussion stand. „Ich war ja mit Eis und dessen Produktion aufgewachsen“, sagt die jetzige Betreiberin. Daher war es für sie keine lange Überlegung, von der Arbeit im Krankenhaus hinter den Eistresen zu wechseln. Ehemann Olaf unterstützt seine Frau. Er ist der Eismeister und stellt die hausgemachten Eissorten her. Nach dem Umbau wird sich das Angebot allerdings auf die Tresenfläche abstimmen müssen.

„Wir werden von 40 auf etwa 24 Sortent reduzieren“, sagt die Eis-Expertin. Mango ist übrigens die Lieblingssorte der Chefin und auch von ihrer Mutter Karin, Schoko bevorzugt Vater Johannes Hübener. Dietlinde Hübener hat noch die Zeiten erlebt, als es sehr zeit- und organisationsaufwändig war, die Zutaten zu beschaffen. Kakao haben die Eltern mit dem Trabi aus Leipzig geholt.

Eine große Neuheit wird es geben: „Wir bieten künftig auch Softeis mit an, der Bedarf nach diesem frischen Eis ist groß“, weiß die Eisdielen-Inhaberin. Der Schriftzug „Die Eisdiele“ wird wieder angebracht. „Er wird derzeit nur überholt“, beruhigt die Inhaberin. Wann genau nach dem Umbau wieder geöffnet wird, steht derzeit noch nicht fest. Vielleicht wird es schon Ende Januar sein. Dietlinde Hübener ist die Freude aber bereits anzusehen.

Im Außerhaus-Verkauf sollen die Kugel-Preise trotz der großen Investition stabil bleiben. Eine kleine Korrektur nach oben wird es beim Verzehr in der Eisdiele geben.

Die Vorfreude ist bei allen groß: „Wir freuen uns, wenn die Kunden in unsere schöne Eisdiele kommen“, sagt die Chefin. Und auch das fünfköpfige Team der Hübeners ist gespannt auf die Reaktionen der Gäste über die schick gestaltete Traditionseisdiele, in der mit dem blauen Farbton auch ein Hauch von Ostsee eingeflossen ist. Und die echten Fans schätzen ja das ganze Jahr über diese eisige Gaumenfreude.


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erstellt am 09.Jan.2014 | 06:00 Uhr

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