Bandelstorf : Neuer Nistmast für Störche

Tierpflegerin Ariane Dankert vom Rostocker Zoo hat die Jungstörche – zwei davon aus Bandelstorf – liebevoll aufgepäppelt und übergibt sie zum Auswildern an Professor Stefan Kroll.
Tierpflegerin Ariane Dankert vom Rostocker Zoo hat die Jungstörche – zwei davon aus Bandelstorf – liebevoll aufgepäppelt und übergibt sie zum Auswildern an Professor Stefan Kroll.

Dorfbewohner engagieren sich nach Unwetter-Schaden für den Ersatz-Horst. Dessen Kosten sind durch Versteigerung und Spenden gedeckt

svz.de von
04. März 2014, 12:00 Uhr

Im Park des Rittergutes Bandelstorf wird morgen das Fundament für einen neuen Nistmast gelegt. Damit auch in diesem Jahr die Störche dort wieder ein Zuhause finden und ihre Jungen aufziehen können.

Ihr vorheriger Horst stand auf einer 30 Jahre alten Lärche, die bei einem schweren Unwetter im vergangenen Sommer umgestürzt war. Über 20 Jahre hatte der Baum zuvor als Nistplatz für die Weißstörche gedient. Bei dem Unglück wurden die drei Jungstörche aus dem Horst geschleudert. Als Storchenbeauftragter hat sich Professor Stefan Kroll um die Aufnahme der verletzten Tiere gekümmert. Das Unglück haben nur zwei der drei Jungvögel überlebt. Die wurden im Rostocker Zoo aufgepäppelt und anschließend ausgewildert.

Die Bandelstorfer hängen an ihren Störchen und haben deshalb eine Bürgerinitiative gebildet. Auf dem Dorffest wurde zugunsten des neuen Horstes ein Bild versteigert. „Über 200 von 319 Dorfbewohnern waren auf dem Fest“, bericht Lothar Eich von der Bürgerinitiative. Dabei kamen 600 Euro zusammen. „Das ganze Dorf steht dahinter“, erzählt Ulla Jürges vom Förderverein des Rittergutes Bandelstorf. Sie ist für die Koordination der Aufstell-Aktion zuständig. Bei deren Planung muss einiges beachtet werden. Zum neuen Mast gehört beispielsweise eine professionelle Nisthilfe. „Diese wird unter anderem mit Weidenzweigen gefüllt, damit die Störche einen natürlichen Untergrund haben“, sagt Ulla Jürges. Mit seinen zehn Metern ist der neue Horst um Einiges kleiner als die etwa 30 Meter hohe Lärche. Aber der Standort wurde so gewählt, dass die Störche ihn bequem anfliegen können, besonders die Jungvögel.

Die Bürgerinitiative bezahlt die Aufstellung. „Der gesamte Nistmastbau wird 549 Euro kosten. Das restliche Geld wird gespendet“, sagt Lothar Eich. Er freut sich bereits auf die neue Brutsaison: „Die Störche sind bisher immer gekommen. Wir hatten auch immer die meisten Jungstörche.“ Das Engagement der Bandelstorfer wird auch von Firmen unterstützt. So stellt Eon Edis das Material zur Verfügung.

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