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23. November 2017 | 19:42 Uhr

Neuer Busverkehr im Nordosten

vom

svz.de von
erstellt am 20.Jun.2013 | 08:25 Uhr

Rostock | Der Busverkehr in Gehlsdorf, Dierkow, Toitenwinkel und dem Seehafen ändert sich grundlegend ab 5. August: Linien entfallen, eine wird wieder aufgegriffen und andere ändern ihre Strecke.

Grund dafür ist die im Dezember 2012 weggefallene S-Bahn-Verbindung in den Seehafen und die schwankende Auslastung der Linie 40 (bisher: Hauptbahnhof Süd-Seehafen). Diese sei, da auf den Fährverkehr ausgelegt, abhängig von der Jahre- und Tageszeit. Die Verkehrsplaner Pedro Peoggel und Jens Olschewski von der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) haben das neue Konzept, das ab 5. August gelten soll, erarbeitet, auch um den Busverkehr im Nordosten insgesamt zu optimieren. Die Haltestellen im Seehafen werden verlegt - dichter zum Fährterminal hin. Die Linie 14 (bisher: Dierkower Kreuz-Warnowblick) entfällt, so auch die Linie 40. Als Alternative verkehrt die Linie 49. Sie fährt vom Hauptbahnhof Süd bis zum Dierkower Kreuz - von Montag bis Freitag alle 60 und am Wochenende alle 120 Minuten. Dort besteht Umsteigemöglichkeit in die neue Linie 19, die dann unter der Woche alle halbe und am Wochenende alle zwei Stunden in den Seehafen fährt.

Die Linie 45 (bisher: Lütten Klein-Warnowblick) fährt alle halbe unter der Woche und am Wochenende jede Stunde auf einer Langstrecke von Lütten Klein durch den Warnowtunnel über den Seehafen bis zum Weidendamm. Die Linie 15 (bisher: Weidendamm-Warnowblick) fährt eine kurze Strecke: vom Warnowblick bis Dierkower Kreuz - von Sonntag bis Freitag alle halbe Stunde und am Sonnabend ergänzend zur Linie 45 alle 20 Minuten. Zudem fährt sie auch in den Abendstunden und am Wochenende vom Dierkower Kreuz bis Weidendamm.

Stadtteilvertreter sind insgesamt zufrieden mit der Neuorganisation des Busverkehrs, sie hatten auf eine bessere Anbindung nach Wegfall der S3 gedrängt und in einer Arbeitsgruppe mit Hafen, Verwaltung und Verkehrsbetrieben mitgewirkt. Der Busverkehr sei damit ab August übersichtlicher, sagt Wolfgang Westphal, Leiter des Ortsamtes Ost in Toitenwinkel, - auch wenn es eine Weile dauern werde bis sich die Einwohner daran gewöhnt haben. Martin Lau, Ortsbeiratsvorsitzender Dierkow Neu, lobte wie rasch das Konzept erarbeitet wurde. Darum hatten sich die Stadtvertreter bemüht, sagt Silke Wilken vom Tief- und Hafenbauamt. Schon im März 2012 wurde die Einstellung der S3 von Infrastrukturminister Volker Schlotmann (CDU) bekannt gegeben. Trotz Bemühungen der Stadt konnte das nicht abgewendet werden. Auf Beschluss der Bürgerschaft wurde ein Verkehrskonzept erarbeitet - allgemein in der Arbeitsgruppe und im Feinschliff von der RSAG. "Nach wie vor sollte es aber das Ziel der Stadt sein, die S-Bahn-Linie wieder zu beleben", sagt Westphal. Die Ortsbeiratsvorsitzende von Toitenwinkel Anke Knitter ergänzt: "Das Land muss weiter in der Pflicht sein." Wilken versprach, dranzubleiben.

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