Wünschewagen : Neuer Botschafter übernimmt

Stolz nimmt Holger Brassat (v. l.) die Urkunde für das Botschafteramt von Mathias Wähner, Geschäftsführer des ASB-Landesverbandes MV, und Projektleiterin Bettina Hartwig entgegen.
Stolz nimmt Holger Brassat (v. l.) die Urkunde für das Botschafteramt von Mathias Wähner, Geschäftsführer des ASB-Landesverbandes MV, und Projektleiterin Bettina Hartwig entgegen.

Rostocker Holger Brassat tritt ehrenvolles Amt an und möchte die großartige Idee des Projektes nach außen tragen.

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11. Dezember 2018, 20:30 Uhr

Für Holger Brassat gehört soziales Engagement einfach zum Alltag dazu. Der Maschinenbauingenieur besucht regelmäßig freiwillige Feuerwehren oder soziale Verbände im Land und unterstützt diese. Kein Weg ist dem Rostocker dafür zu weit. Nun wird ihm eine besondere Ehre zu teil – Holger Brassat wird Botschafter des ASB-Wünschewagens, der schwer kranken Menschen und ihren Angehörigen einen letzten einzigartigen Moment beschert. „Ich bin von diesem Projekt wirklich überzeugt, denn es werden sich Gedanken über die letzten Stunden eines Menschen gemacht und damit auch Hemmschwellen überwunden. Das Vorhaben ist frei von wirtschaftlichen Interessen und spiegelt die reine Menschlichkeit wider“, erklärt der Autoverkäufer.

Die Bitte des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), das Amt des Botschafters zu übernehmen, kam für Brassat überraschend. „Ich habe engen Kontakt zu demjenigen, der den Wagen nach den individuellen Bedürfnissen der Erkrankten ausbaut. Dann trat das Team des Wünschewagens mit seinem Anliegen an mich heran, und ich habe gleich zugesagt. Es ist mir eine Ehre, diese Aufgabe wahrnehmen zu dürfen“, betont der Rostocker. Künftig wird der Ingenieur den Wünschewagen und die Bemühungen, sterbenskranken Menschen ihren letzten Wunsch zu erfüllen, in die Öffentlichkeit tragen. „Ich möchte das Projekt bekannt machen, mit Leuten darüber reden und auch in die ein oder andere Veranstaltung als Thema integrieren“, so Brassat.

Für viele ist der Tod ein durchaus schwieriges Thema. Auch Brassat tut sich nicht leicht damit. „Es war auch für mich schwierig, darüber zu sprechen, aber es ist wichtig, sich damit auseinanderzusetzen. Den Menschen ist nicht geholfen, wenn man ihnen mit gesenktem Kopf und Tränen in den Augen gegenübertritt. Oft gehen die Betroffenen mit viel mehr Humor mit der Situation um“, erzählt Brassat. Für das Jahresende und die kommenden Monate wünscht sich der Verkäufer, dass viele den Mut haben, sich an das Team des Wünschewagens zu wenden und sich dafür einsetzten, dass für einen Bekannten, Verwandten oder Freund ein langersehnter Traum in Erfüllung geht. „Ich wünsche mir auch, dass den Ehrenamtlern, die das alles ermöglichen, Dankbarkeit und Respekt entgegengebracht wird. Sie sind Tag und Nacht im Einsatz und immer da, wenn sie gebraucht werden“, betont Brassat.

2016 fuhr der Wünschewagen erstmals durch Brandenburg, seit 2017 auch durch MV. Das Team des ASB ist unermüdlich im Einsatz und erfüllte in diesem Jahr bereits um die 70 Wünsche. Das Projekt finanziert sich ausschließlich über Spenden- und Sponsorenmittel, ASB-Eigenmittel sowie ehrenamtliche medizinisch oder pflegerische versierte Helfer. Rund 81 550 Euro an Spenden sind bis jetzt gesammelt worden.
 

Spendenkonto

ASB-Landesverband MV e.V.

Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE82 1002 0500 0001 4951 00

Stichwort „Weihnachtsaktion Wünschewagen“

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Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
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