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Warnemünde : Neue Wetterkugel soll bis Sommer installiert sein

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Umbauarbeiten im Turm der Jugendherberge laufen nach Plan. Ein Extra-Kran erleichtert das Vorhaben.

Die Gäste der Warnemünder Jugendherberge in der Parkstraße studieren vor oder kurz nach dem Einchecken oft die Geschichte dieses Radarstandortes des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Und dabei informieren sie sich auch an der Info-Tafel am Eingang, was dort aktuell modernisiert wird. Die Flyer sind wegen des großen Interesses bereits vergriffen.

Der DWD modernisiert derzeit seinen Radarverbund, um noch präzisere Datenqualität zu haben. Derzeit ist Warnemünde dran. Die alte 700-Kilo-Kugel kam bereits im vergangenen Jahr herunter. „Es läuft aber alles nach Plan“, sagt Herbergsleiter Jörg Sonntag. Die Gäste haben Verständnis und derzeit ist die Herberge auch mehr am Wochenende gebucht. Dann wird nicht gearbeitet. Der Turm erhält einen Lastenaufzug, damit die schweren Geräte für den Wetterdienst nicht getragen werden müssen. „Der ist allerdings nur für die Technik und nicht für das Transportieren von Personen“, sagt Jörg Sonntag.

Außerdem muss der Turmkopf abgerissen und neu aufgebaut werden. Darüber hinaus wird momentan am neuen Betriebsraum gearbeitet, wo auch die Technik untergebracht werden soll. Dieser Raum wird klimatisiert sein. An allen 17 Radarstandorten zwischen der Ostsee und dem Allgäu sollen die Geräte optimiert werden, um die Datenqualität zu verbessern. Die moderne Gerätegeneration liefert noch präzisere Daten auf zwei statt auf einer Polarisationsebene. Dadurch können die Niederschlagsformen besser nach Schnee, Hagel oder Regen unterschieden werden.

Regelmäßig einmal pro Woche sind hier Bauberatungen, sagt Herbergsleiter Jörg Sonntag. Aber es greift alles problemlos ineinander. „Selbst während des großen Dezember-Orkans ist hier nichts passiert, auch wenn der Wind in die Planen gegriffen hat und sich das Pfeifen angehört hat wie ein Lied“, erzählt der Herbergsleiter. Er hofft darauf, dass im April die Arbeiten im Haus abgeschlossen sind. „Dann ist Ostern und wir benötigen auch wieder die Zimmer“, sagt er. Das neue Radom – wie die Wetterkugel fachlich korrekt heißt – wird später am Boden zusammengebaut und per Kran an seinen neuen Platz gehievt. Es besteht aus 24 Teilen und ähnelt einem Fußball im XXL-Format mit einem Durchmesser von sechs Metern. Einen Schriftzug darf die Kugel nicht haben, das lässt die Satzung der Hansestadt Rostock nicht zu, auch wenn das für Jörg Sonntag eine prima Sache gewesen wäre. Wenn alles fertig ist, wird der Ersatz-Standort auf dem Bundeswehrgelände demontiert.

Außerhalb dieser Baurbeiten für den DWD hat Jörg Sonntag mit den normalen Sanierungsarbeiten zu tun, die er immer im Januar vornehmen lässt. „In allen 57 Zimmern wird der Fußboden aufgearbeitet“, sagt er. Der Ostseesand schmirgelt die Oberfläche immer ab, nach dem Versiegeln sieht sie wieder neu aus. Außerdem fallen alljährlich Arbeiten in den Sanitärbereichen des Hauses an.

 

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erstellt am 28.Jan.2014 | 05:00 Uhr

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