Neue Strandvögte im Amt

Sie sind hochmotiviert und das erste Mal als Strandvögte der Tourismuszentrale im Amt: David Heller und Andreas Reimannmapp. Foto: NNN
Sie sind hochmotiviert und das erste Mal als Strandvögte der Tourismuszentrale im Amt: David Heller und Andreas Reimannmapp. Foto: NNN

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17. Mai 2013, 10:59 Uhr

Warnemünde | Das Ostseebad und der Heideort Markgrafenheide haben jetzt neue Strandvögte. Diesen bis zum 30. September befristeten Job übernimmt in Warnemünde Andreas Reimann (46), der gerade seine Ausbildung abgeschlossen hat. In Markgrafenheide bestreift David Heller (32) das Revier zwischen Hohe Düne und Rosenort. Er ist der Nachfolger von Reinhard Herrmann, der nach rund zehn Jahren im Amt aus gesundheitlichen Gründen aufhören musste. David Heller ist sonst freiberuflich als Sport- und Fitness-Kaufmann tätig, im Sommer werden seine Dienste weniger in Anspruch genommen. "Das passt daher", sagt er.

"Anfangs war es noch ein ungewohntes Gefühl, wenn ich morgens zu Hause die Strandvogt-Jacke und das Cape liegen gesehen habe", sagt der gebürtige Warnemünder Reimann. Doch dann hat er schnell in den neuen Dienst hineingefunden. "Meine Frau hat jetzt einmal gestaunt, als ich auf der Straße mit ,Guten Tag, Herr Strandvogt’ begrüßt worden bin", erzählt Reimann schmunzelnd. Die vielen Kilometer, die die Männer in diesem Job täglich zurücklegen, machen die Beine zwar anfangs abends schwerer. Aber das lässt mit der Zeit nach.

Diplomatisches Gespür ist nötig

"Strandvögte sind Mittler zwischen Besuchern, Gewerbetreibenden, Wasserrettern, Sicherheitsdiensten und der Tourismuszentrale", sagt Ursula Klause, die bei der Tourismuszentrale für diesen Bereich zuständig ist.

Ständig mit im Gepäck ist eine kleine Urlauberfibel für die Saison. Darin erhalten die Strandbesucher Informationen zum Standort von Toiletten, Müll-Containern, genehmigten Feuer- und Grillstellen. "Das ist auch ein Punkt, der unbedingt eingehalten werden muss", sagt Klause. Auch das hat Neuling Heller bereits erlebt: "Dann sagen die Leute: ,Wir grillen noch zu Ende und gehen dann’", sagt er. In so einem Fall muss er wegen der Waldbrandgefahr darauf bestehen, dass das Feuer sofort ausgemacht und die dafür vorgesehenen Plätze genutzt werden.

Grundsätzlich ist in diesem Job diplomatisches Gespür vonnöten. "Man muss immer höflich, aber auch konsequent sein", sagt Heller. Und man dürfe sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, wenn man angepöbelt wird. Die Vögte sind zwar mit Handys ausgerüstet, sodass sie sofort mit der Polizei in Kontakt treten können, aber sie versuchen immer, erst einmal selbst die Wogen zu glätten oder Leute auf Fehlverhalten hinzuweisen.

Verstöße werden gemeldet

Die beiden informieren die Tourismuszentrale auch über Ordnungswidrigkeiten. "Zum Beispiel werden in Markgrafenheide häufig die Parkplätze für Behinderte zugestellt, das geht natürlich nicht", sagt Heller. In so einem Fall werden die entsprechenden Behörden informiert. "Aber die meisten Leute sind einsichtig", sagt der Warnemünder Reimann. Hunde am Strand sind immer ein Thema, Radler auf der Promenade und Ähnliches. Auch Lenkdrachen-Besitzer sind oft am falschen Abschnitt und gefährden andere Besucher. Und auf die Sicherheit der anderen achten Heller und Reimann während ihres Jobs auch.

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