Neue Schilder fürs Seebad

<strong>Die neue Beschilderung am Ortseingang</strong> bringt Christian Martens  von der Straßenmeisterei des Tief- und Hafenbauamtes an. Hans-Joachim Richert,  Gerhard Lau, Bausenator Holger Matthäus (Grüne) und Joachim Biermann helfen. <foto>Georg Scharnweber</foto>
Die neue Beschilderung am Ortseingang bringt Christian Martens von der Straßenmeisterei des Tief- und Hafenbauamtes an. Hans-Joachim Richert, Gerhard Lau, Bausenator Holger Matthäus (Grüne) und Joachim Biermann helfen. Georg Scharnweber

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21. Juni 2012, 08:11 Uhr

Warnemünde | "Was lange währt, wird gut. Und das hier ist richtig gut geworden", sagt Hans-Joachim Richert, nachdem das erste von 18 neuen Ortseingangsschildern gestern früh an der Parkstraße angebracht wurde. Gemeinsam mit anderen Warnemündern hat sich der stellvertretende Vorsitzende des Warnemünde-Vereins seit 1992 dafür stark gemacht, dass die Schilder an den Ortseingängen den Namen des Seebads tragen - und dass nicht nur "Hansestadt Rostock" darauf zu lesen ist. Jetzt ist mehr oder weniger ein Zufall dafür verantwortlich, dass es tatsächlich so weit gekommen ist.

1000-Meter-Grenze ist ausschlaggebend

"Nach der Fertigstellung des Nordkreuzes ist aufgefallen, dass die Ortseinfahrt aus Groß Klein gar nicht beschildert ist", sagt Bausenator Holger Matthäus (Grüne). Bei genauerem Hinsehen wurde klar: Auch aus Richtung Lichtenhagen fehlt ein Schild. "Weil die Standorte ohnehin ergänzt werden mussten, habe ich noch einmal prüfen lassen, ob die Beschriftung dabei auch geändert werden kann", sagt Matthäus. Und siehe da: Ein gründlicher Blick in die Akten und Vorschriften ergab, dass ein Wechsel möglich ist.

"Die entsprechende Richtlinie besagt, dass Ortsteile, die mehr als 1000 Meter vom kompakten Ortsgebiet entfernt sind, mit ihrem Namen ausgeschildert werden", sagt Matthäus. Das treffe nicht nur auf Diedrichshagen, Hinrichshagen oder Markgrafenheide zu, sondern auch auf Warnemünde. Hintergrund sei, dass die Beschilderung vorrangig dazu da ist, dass Menschen sich auf den Straßen zurechtfinden können und an ihr Ziel kommen.

Dass das mit der alten Beschilderung nicht unbedingt der Fall war, weiß Richert. "Für viele Besucher war ja gar nicht erkennbar, dass sie schon in Warnemünde sind", erzählt er. Das sei ab sofort leichter. Und die Warnemünder könnten sich mit den neuen Schildern außerdem viel besser identifizieren. Für Matthäus zählt neben der Orientierung für Touristen und der Identifikation für die Einwohner mit ihrem Ortsteil noch ein dritter Punkt: "Die Hansestadt Rostock kann sich jetzt viel besser mit dem Namen ihres schicken Ortsteils schmücken."

Die neuen Schilder stehen jetzt an den Ortseingängen aus Hohe Düne, Groß Klein, Diedrichshagen, Groß Kleiner Weg und an der Stadtautobahn. 2200 Euro hat der Austausch aller 18 Schilder gekostet. "Sie entsprechen jetzt der Kommunalverfassung. Und die darunter angebrachten, weißen Schilder mit der Aufschrift ,staatlich anerkanntes Seebad’ entsprechen dem Kurortgesetz", sagt Joachim Biermann, der ehemalige Sachgebietsleiter im Stadtamt.

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