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Hochschule für Musik und Theater Rostock : Neue Rektorin aus dem Theater-Bereich

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Die Hochschule für Musik und Theater in Rostock hat seit dem 1. Oktober eine neue Rektorin. Dr. Susanne Winnacker schätzt die Qualität der Ausbildung.

svz.de von
erstellt am 03.Okt.2012 | 08:17 Uhr

Rostock | Die Hochschule für Musik und Theater Rostock (HMT) hat ein neues akademisches Oberhaupt. Am Montag wurde Dr. Susanne Winnacker zur Rektorin ernannt und löst damit Prof. Christfried Göckeritz ab, der seit 2004 im Amt war. Auf ihre Zeit an der HMT freut sich die 52-Jährige. Die Hochschule sei ein Juwel, an der nicht Quantität, sondern Qualität zählt. Diese möchte sie erhalten und wenn möglich, weiter steigern.

Winnacker kommt aus dem Bereich Theater, hat Projekte in ganz Deutschland realisiert, ein Festival für experimentelles Theater künstlerisch und als Geschäftsführerin in Basel geleitet und war in Weimar am Deutschen Nationaltheater stellvertretende Intendantin, Chefdramaturgin und Kuratorin für den Tanz. Und auch das Lehren ist ein fester Bestandteil in Winnackers Leben. An der Goethe-Universität in Frankfurt am Main hat sie allein 13 Jahre unterrichtet. Zudem dozierte sie 1997 zwei Semester lang an der New York University und war von 2002 bis 2005 Leitungsmitglied bei "DasArts Amsterdam", einer Akademie für experimentelles Theater und Musik. Die Karriere der 52-Jährigen begann mit einem Studium der Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte in Marburg und der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen. In Rostock wird sie ab dem Sommersemester 2013 eigene Lehrveranstaltungen anbieten, am liebsten im Bereich des Schauspiels und des Studiums generale.

Vorerst steht für sie jedoch die strukturelle Arbeit im Vordergrund. So möchte sie unter anderem die Kontakte zur Landespolitik intensivieren. Auch ein Gespräch mit ihrem Amtsvorgänger Göckeritz steht noch aus. Er habe in Rostock viel geschafft. "Ich komme auch als lernender Mensch her", sagt Winnacker. Neu ist für sie zum Beispiel, dass sie an der HMT so viele Musiker um sich herum hat. Aus jeder Ecke erklingen nun Instrumente. "Ich habe es von der ersten Minute an geliebt", sagt Winnacker, die selbst Klavier spielt. Doch das tut sie nur zu Hause, genauso wie das Singen. In der HMT sei sie schließlich von lauter Profis umgeben.

Auch wenn Winnacker schon jetzt Ideen hat, wie sich die HMT in Zukunft weiterentwickeln kann, so stellt die neue Rektorin entschieden fest, dass sie nicht alles umwerfen möchte. "Was da ist, steht nicht in Frage", so Winnacker. Genau das habe ihr bei der Ernennung in Schwerin auch Bildungsminister Matthias Brotkorb (SPD) gesagt. Trotzdem sei es ihr wichtig, dass die HMT mit der Zeit geht. Die Rektorin könnte sich zum Beispiel vorstellen, neue Studiengänge zu etablieren. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Hochschule wachsen wird. Das vorhandene Juwel müsse der Rektorin zufolge lediglich poliert und an manchen Ecken noch etwas geschliffen werden. Die Zeit werde zeigen, wo. Dass Winnacker nun nicht mehr nur Dozentin, sondern auch Rektorin ist, sieht sie gelassen: "Es ist nur ein anderer Platz im Team."

Rostock ist für sie eine spannende Herausforderung. Auch weil sie Teil der Debatte um die Zukunft des Volkstheaters sein kann. "Rostock braucht ein A-Theater und ein A-Orchester", sagt sie. Die Zusammenarbeit mit der hiesigen Spielstätte will sie weiter ausbauen und den bestehenden Kooperationsvertrag erweitern.

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