Neue Mauer beschmiert

Noch nicht fertig, aber schon beschmiert: Die Gabionen-Wand am Kröpeliner-Tor-Vorplatz, der gerade neu gestaltet wird.chrw
Noch nicht fertig, aber schon beschmiert: Die Gabionen-Wand am Kröpeliner-Tor-Vorplatz, der gerade neu gestaltet wird.chrw

von
24. September 2012, 08:14 Uhr

Stadtmitte | Die Arbeiten am Kröpeliner-Tor-Vorplatz sind noch nicht ganz abgeschlossen, schon ist eines der wichtigsten Gestaltungselemente ruiniert: Unbekannte haben auf die neue Begrenzungswand ein riesiges Graffiti gesprüht. Und das, obwohl die so genannten Gabionen - mit Bruchsteinen befüllte Stahlkörbe - als besonders abschreckend für Graffiti-Sprayer galten. Zumindest war das das Argument, mit dem die Planer von der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (RGS) die Entscheidung für das Material seinerzeit begründet hatten.

"Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass sich auf dem Untergrund weniger Angriffsfläche für Sprayer findet. Leider hat sich das nicht erfüllt", sagt RGS-Sprecherin Anja Brandenburg. Das Graffiti soll ihren Angaben zufolge wieder entfernt werden, bevor die Mauer schließlich begrünt wird. "Es ist geplant, dort später Wein und Efeu ranken zu lassen", so Brandenburg. Dadurch werde die Mauer am Rande des neu gestalteten Platzes für Graffiti-Sprüher immer unattraktiver.

Darauf hofft auch Werner Simowitsch (Linke), Vorsitzender des Ortsbeirats Stadtmitte. Die Mauer an sich findet er bislang gelungen. "Aus diesem ärgerlichen Vorfall darf jetzt nicht der Schluss gezogen werden, dass keine Begrenzungsmauern mehr gebaut werden sollten", sagt er. Er vermutet: Bei einer anderen Oberfläche hätten Sprayer auch längst zugeschlagen.

Im Moment ist noch die ausführende Baufirma für die Gabionen zuständig. Die Übergabe an die RGS und später an die Öffentlichkeit ist für den November geplant. "Am 22. November beginnt der Weihnachtsmarkt. Bis dahin soll die gesamte Maßnahme fertig sein. Den Termin werden wir halten können", sagt Brandenburg.

An der 7300 Quadratmeter großen Fläche laufen die Arbeiten seit März. Für insgesamt 1,7 Millionen Euro entsteht ein neues Eingangstor zur City, das an die historische Straßenachse zum Kröpeliner Tor angelehnt ist. Zahlreiche Bänke, mehr Fahrradständer und ein besserer Blick in die Wallanlagen sollen den Platz für Benutzer aufwerten. Die Gabionen-Stützwand dient dazu, Höhenunterschiede auszugleichen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen