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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. August 2017 | 06:26 Uhr

Warnemünde : Neue Leitungen unter Aufgang 12

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Wellness-Resort startet Arbeiten für besseren Bade- und Regenwasserrücklauf voraussichtlich Ende Februar

Der Zahn der Zeit hat an den Leitungen für Bade- und Regenwasserrücklauf des Wellness-Resorts Warnemünde genagt. Das ist nicht verwunderlich, denn sie stammen bereits aus den 1970er-Jahren. Vom jetzigen Seebad aus, wo sich vorher das beliebte Meeresbrandungsbad und dann das Spaßbad Samoa befunden haben, führen zwei Wasserleitungen in die Ostsee. „Die eine ist dazu da, das frische Wasser ins Schwimmbad vom Hotel Neptun und in das Badebecken vom neuen A-Ja-Seebad zu befördern“, erklärt Wolf-Dieter Menkhaus, der Projektleiter für diese Maßnahme. Die andere dient dazu, dass das von den beiden Hotels genutzte Wasser im Anschluss wieder gereinigt in die Ostsee gelangt. „Bevor es ins Meer zurückfließt, werden aber alle überflüssigen Inhaltsstoffe herausgefiltert“, erklärt der Technik-Experte der Wellness-Resort Warnemünde GmbH, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Immobilien AG.

Bevor die Entscheidung zum Bau einer neuen Leitung gefällt worden ist, wurde erst noch versucht, die alte, inzwischen stark versandete Leitung durchzuspülen. „Das ist uns aber nicht gelungen, nach 100 Metern ging es nicht weiter“, erzählt Wolf-Dieter Menkhaus. Deshalb haben alle Beteiligten festgelegt, dass eine Reparatur nicht mehr möglich und deshalb der Einbau einer neue Leitung erforderlich ist.

Dafür hat es eine Runde mit allen beteiligten Partnern gegeben: Mit dabei waren Vertreter vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg, weil der betroffene Bereich im Küstenschutzgebiet liegt. Die Baustelle und Leitungen in offener Bauweise durch den Bereich der Grau- und Weißdünen zu führen, dafür gibt es wegen des Küsten-, Arten- und Hochwasserschutzes keine Genehmigung. Also musste eine andere Lösung her. Weiterhin beteiligt sind Vertreter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund, von der Tourismuszentrale, vom Hafen- und Tiefbauamt und anderen Ämtern.

Beim Tüfteln kamen die Beteiligten auf folgende Idee: Statt der bisherigen Leitung, die seit 40 Jahren über eine Hebeanlage in die Ostsee betrieben worden ist, wird es eine 400 Meter lange Druckleitung geben, die auf Höhe des Restaurants vom A-Ja-Seebad unter dem Strandaufgang 12 hindurch bis in die Ostsee verlegt wird. „Dem haben alle Träger des Genehmigungsverfahrens zugestimmt“, sagt Wolf-Dieter Menkhaus. Während der Bauzeit muss der Strandaufgang deshalb für zwei Monate geschlossen werden. 100 Meter führt die Leitung dann unterhalb der Promenade bis zum Ufer und von dort noch weitere 300 Meter am Meeresgrund in die Ostsee. Am Ende der neuen 200er-Leitung wird das Wasser- und Schifffahrtsamt die Stelle mit einer entsprechenden Tonne als Seezeichen markieren.

Auch die Wünsche der Tourismuszentrale werden berücksichtigt. Sie lauten: Entweder soll die Maßnahme bis Mai, also vor der Saison, abgeschlossen sein – oder sie soll nach September realisiert werden. Die Baustellen soll mit einem stabilen Zaun gesichert und die Promenade mit Baggermatratzen geschützt werden. Für die Passanten wird ein fünf Meter breiter Durchgang gelassen. Seit die Technologie und alle Eckkoordinaten feststehen, bereiten die Planer die Ausschreibungen zur Vergabe der Aufträge vor. Läuft alles wunschgemäß, starten die Arbeiten Ende Februar.

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erstellt am 30.Jan.2014 | 10:00 Uhr

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