Spatenstich : Neue Kita verbindet Generationen

Setzen den ersten Spatenstich: Dörte Holzke, Sergio Achilles (M.) und Wolfgang Nitzsche.
Setzen den ersten Spatenstich: Dörte Holzke, Sergio Achilles (M.) und Wolfgang Nitzsche.

Institut Lernen und Leben sowie Rostocker Heimstiftung kooperieren in Groß Klein

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29. Juni 2017, 12:00 Uhr

In der neuen Kita Groß und Klein wollen das Institut Lernen und Leben (ILL) und die Rostocker Heimstiftung Generationsgrenzen überwinden. Gestern setzten die Geschäftsführer Sergio Achilles und Dörte Holzke sowie Bürgerschaftspräsident Wolfgang Nitzsche (Linke) den Spatenstich für das Projekt an der Ecke Werftallee und Fritz-Meyer-Scharffenberg-Weg.

„In unseren Stralsunder Einrichtungen leben wir das generationenübergreifende Konzept schon viele Jahre erfolgreich“, sagt Achilles. Auch in Groß Klein solle die Verknüpfung der alten mit der neuen Generation sowohl für die Kinder der Kita als auch für die Senioren des Pflegeheims nebenan zum Gewinn werden. Die Kinder würden „frischen Wind“ in den Alltag der Rentner bringen, so Holzke. Beispielsweise seien gemeinsames Singen und Basteln, Lesepatenschaften, Ausflüge oder Brettspielnachmittage möglich, bei denen die Senioren den Kleinen neue Dinge beibringen könnten. Mit diesem Konzept sollen sich die Interessen beider Parteien gut ergänzen. „Eine kreative Gestaltung der gemeinsamen Zeit erleichtert die Überwindung von Generationenbarrieren und soll anregen, gemeinsam aktiv zu sein“, sagt Holzke.

96 Plätze wird die voraussichtlich am 1. Juni 2018 eröffnende Kindertagesstätte umfassen. Größtenteils handelt es sich um Kindergartenkinder, doch auch 36 Krippenplätze sind geplant. Hauptaufgabe der Einrichtung sei es, den Nachwuchs fit fürs Leben und die Schule zu machen, erklärt Achilles: „Wir können mit Stolz sagen, dass unsere Kinder sehr gut zurechtkommen in der Grundschule.“ Mit dem generationsübergreifenden Konzept soll dies nun sogar noch besser gelingen. Erste Interessenten gibt es bereits, bestätigt ILL-Sprecherin Henrike Thaut. Sie können schon jetzt auf der Internetseite des ILL ein Voranmeldeformular nutzen.

„Auch der ein oder andere junge Mitarbeiter von uns hofft, hier einen Platz zu finden“, erklärt Holzke. Die Heimstiftung arbeite bereits seit fünf Jahren an der Verwirklichung der neuen Kita, seit zwei Jahren gemeinsam mit dem ILL. Beide haben einen Erbbaurechtsvertrag geschlossen und planen eine langfristige Zusammenarbeit. Die aktuelle Investition beträgt rund 1,6 Millionen Euro, von denen die Stadt etwa 550 000 Euro beisteuert. Entstehen soll ein eingeschossiger Bau, der die Inklusion erleichtert, und neben den Kindern auch 15 Arbeitsplätze beherbergt.

Im Internet: www.ill-ev.de

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