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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 10:43 Uhr

Warnemünde : Neue Halle und Jobs im Schiffbau

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

75 Millionen werden in den Standort Warnemünde und Rostock investiert. Spatenstich erfolgt Anfang 2017.

svz.de von
erstellt am 27.Sep.2016 | 20:30 Uhr

Aufschwung für den Werftenstandort Warnemünde verspricht eine Investition von 75 Millionen Euro. Bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) wurden gestern die Verträge zwischen der Genting-Gruppe und den entsprechenden Firmen abgeschlossen. Die Werften der früheren Nordic-Yards-Gruppe waren im April von der malaysischen Genting-Gruppe gekauft worden.

Ein Kaufvertrag bezieht sich auf eine moderne Laser-Paneellinie, ein weiterer auf die Planung eines Hallenneubaus und der dritte auf Konstruktionsleistungen. Die neue Halle hat eine Dimension von 21 000 Quadratmetern. Dafür wird noch ein entsprechender Kran gekauft.


„Wir steigern die Kapazität“


Jarmo Laakso, MW-Werften-Geschäftsführer, sagte dazu: „Mit dieser Investition in unseren Standort Rostock steigern wir die Kapazität der Stahlvorfertigung und gleichzeitig die Produktivität.“ Mit der Laser-Paneellinie wird die Schiffbaugruppe über eine der modernsten Schweißanlagen der Welt verfügen. Die so genannte Laser-Hybrid-Technik ermöglicht Schweißen bei höherer Geschwindigkeit und in höchster Qualität mit weniger Wärmeeinbringung. Der erste Spatenstich für die Halle erfolgt Anfang 2017. Die Paneellinie wird ab September 2017 in der neuen Halle installiert und im Februar 2018 in Betrieb genommen.

Künftig sollen mittlere Kreuzfahrtschiffe für den asiatischen Markt hergestellt werden. Die Anforderungen an die Schiffe steigen, das betrifft die Sicherheit, Qualität und Lautstärke. Bereits im August hat in Wismar der Bau von zwei luxuriösen Flusskreuzfahrtschiffen für die Genting-Gruppe begonnen.

Die MV Werften mit ihren drei Standorten in Wismar, Warnemünde und Stralsund wollen in den kommenden Jahren weit mehr als 150 Millionen Euro investieren. Damit soll ein anspruchsvolles Schiffbauprogramm realisiert werden. Dieses sehe den Bau von 23 Schiffen in den kommenden zehn Jahren vor, darunter Kreuzfahrtschiffe der „Global Class“.

In den kommenden fünf Jahren soll die Zahl der Mitarbeiter von heute 1500 auf mehr als 3000 verdoppelt werden. Kurzfristig erfolgen 250 Neueinstellungen an den drei Standorten. Es gibt bereits jetzt 1000 Bewerber, die entsprechenden Mitarbeiter haben derzeit alle Hände voll zu tun, um das jeweilige Fachpersonal für die Stellen zu finden.

Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) sprach davon, dass es ein Glücksfall für Rostock sei. Sein schwärzester Tag im Amt als Oberbürgermeister war, als die Werften am 6. Juni 2009 Insolvenz anmelden mussten und fieberhaft nach Rettungsmaßnahmen gesucht wurde. Auch Betriebsratschef Harald Ruschel ist froh, dass den schweren Zeiten für die Werften in Warnemünde, Wismar und Stralsund jetzt eine Zukunft voller Hoffnung folgt.

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