zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. November 2017 | 06:35 Uhr

Neue Einfahrt für Rostock-Biestow

vom

svz.de von
erstellt am 04.Apr.2013 | 10:19 Uhr

Im kommenden Frühjahr soll die Straße Am Dorfteich im Rostocker Stadtteil Biestow komplett saniert werden. Die Initiative dafür reicht bis zur Jahrtausendwende zurück, scheiterte bislang aber immer am Geld. Das ist jetzt anders, in den diesjährigen Haushalt sind 213 000 Euro eingestellt. „Damit sie nicht verfallen, muss die Ausschreibung noch in diesem Jahr starten“, sagt Michael Loba vom Tiefbauamt. Auch auf die Grundstückseigentümer und Erbbaupächter kommen Beiträge zu, deren Höhe allerdings erst noch berechnet wird.

Die vorläufigen Pläne sehen vor, das Straßenstück samt Versorgungsleitungen zwischen Ehrendenkmal und Ortsausgang neu zu gestalten. Darüber hinaus soll auf der Seite der Kirche ein 1,30 bis 2 Meter breiter Gehweg entstehen. „Den fordern die Anwohner schon seit vielen Jahren“, sagt Lobas Kollege Christian Pagenkopf. Wenig Platz, Denkmalschutz und das Verkehrsrecht machten den Planern aber zu schaffen. „An oberster Stelle stehen für uns die Fußgängersicherung und Verkehrsberuhigung“, so Pagenkopf. Schließlich seien in dem Bereich neben bis zu 250 Autos pro Stunde auch viele Kinder unterwegs. Auf Höhe der Buswendeschleife sind daher zwei Plateau-Aufpflasterungen vorgesehen, außerdem wird die Straße mit zum Teil 4,75 bis 5,50 Meter Breite relativ eng. Damit genügend Platz für den Gehweg und die neuen Abwasserkanäle, die das Regenwasser in den Dorfteich leiten sollen, entsteht, muss die Straßenachse verschoben werden.

Arbeiten an Trinkwasser- und Stromleitungen
Auf eine zunächst eingeplante Verkehrsinsel auf Höhe der Kirche wird nach Rücksprache mit den Anwohnern voraussichtlich verzichtet. „Wir wollen die Fläche zum Parken so groß wie möglich halten“, sagt Peter Möller, Vorsitzender des Fördervereins für das Kirchenensemble Biestow. Die Gemeinde wünsche sich unter anderem einen Behindertenparkplatz am Südeingang zur Kirche und eine Zufahrt zu den noch inoffiziellen Stellflächen an der Kirchenmauer. Das Amt für Denkmalschutz hatte ebenfalls Bedenken gegen die Insel geäußert, die vorgesehenen Materialien hingegen – Betonsteinpflaster für Gehweg und Abwassergräben sowie Asphalt für die Straße – seien kein Problem. „Das ist auch eine Kostenfrage“, sagt Loba.

Die Baugrunduntersuchung und Vermessung des Bereichs ist bereits abgeschlossen. Auch eine Erstabstimmung mit den Versorgern wie Eurawasser hat schon stattgefunden. Sowohl Trinkwasser- als auch Stromleitungen werden neu oder umverlegt. Die für die Kirche ohnehin geplante Entwässerungsleitung wird an das Röhrensystem angeschlossen. Bis August sollen die Pläne fertig ausgearbeitet und dann noch einmal im Ortsbeirat vorgestellt werden. Bis dahin soll auch die Höhe der Anliegerbeiträge feststehen. Ob die Straße für die Arbeiten komplett oder nur teilweise gesperrt wird, ist noch unklar. „Als Planer versuchen wir immer eine Vollsperrung zu erwirken, um Nähte im Asphalt zu verhindern“, sagt Loba. Denn diese machten den Belag angreifbar für Schäden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen