Neue Drehleitern für Rostocks Sicherheit

Maschinist Klaus-Dieter Polkert freut sich schon auf die neue Drehleiter. Sein aktuelles Gerät von 1998 hat manchmal seine Macken. GeoS
Maschinist Klaus-Dieter Polkert freut sich schon auf die neue Drehleiter. Sein aktuelles Gerät von 1998 hat manchmal seine Macken. GeoS

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29. Juni 2012, 09:31 Uhr

Rostock | Sie gehören zu den wichtigsten Geräten der Feuerwehr: die drei Drehleitern. Doch sie sind in die Jahre gekommen, wurden 1997 beziehungsweise 1998 angeschafft. "Aufgrund des Alters gibt es hier und da immer mal wieder Schwierigkeiten", sagt Uwe Walter, kommissarischer Leiter des Brandschutz- und Rettungsamts. Im Ernstfall könnte so ein Technikversagen Menschenleben kosten. 2013 sollen daher zwei der Leitern ausgewechselt werden, samt Wagen. Veranschlagte Kosten: 1,3 Millionen Euro.

"Es ist wichtig, dass die Männer sich darauf verlassen können, dass die Technik funktioniert", sagt Walter. Und das nicht nur bei Bränden. Auch bei sturmgeschädigten Bäumen, deren Äste abgenommen werden müssen, oder bei der Rettung von Menschen, die beispielsweise in eine Grube gestürzt sind, kommen die Leitern zum Einsatz. In letzteren Fällen umfunktioniert als Kran mit angehängtem Bergungskorb. "Wir haben sie auch schon zur Eis- und Wasserrettung eingesetzt", so Walter. Dank eines Monitors am Fahrzeug kann die Leiter auch ohne Korbbesatzung bedient werden. "Dann kommt man weiter raus, wegen des geringeren Gewichts", sagt Maschinist Klaus-Dieter Polkert.

Neben den beiden Drehleitern stehen drei Tankfahrzeuge und vier Rettungswagen auf Walters Beschaffungsliste für 2013. Unter anderem profitieren davon die Freiwilligen Feuerwehren, bei denen zwei 22 Jahre alte Löschfahrzeuge ersetzt werden. Weitere Ausgaben betreffen beispielsweise die Sicherheits- und Schutzbekleidung, etwa für Chemieeinsätze, oder auch die Ausrüstung der Taucher und der Höhenrettungsgruppe. "Für 2015 ist zudem eine größere Summe für die technische Ausstattung der Leitstelle eingeplant", sagt Walter.

Außerdem soll für die für 2014 geplante neue Wache in Dierkow eine eigene Leiter angeschafft werden. "Dort werden wir einige Kräfte aus dem Überseehafen hinverlagern", sagt Walter. Neueinstellungen werde es nicht geben, nur Nachrücker bei entstehenden Lücken. Derzeit sieht der Stellenplan 317 Berufsfeuerwehrleute im Stadtgebiet vor. Bewerbermangel gibt es keinen: "Bei den jüngsten Ausschreibungen kamen auf eine Stelle zehn Bewerber", sagt Walter. Und das, obwohl die vorwiegend Männer bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen müssen.

Darüber hinaus engagieren sich in Rostock rund 200 freiwillige Feuerwehrleute in fünf Wehren. "Die leisten eine tolle Arbeit", so Walter. Im Gegensatz zum übrigen Land gebe es in der Hansestadt noch keinen akuten Kräftemangel. Dennoch planen die Wehren für nächstes Jahr eine gemeinsame Werbekampagne.

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