Neue Büros im alten Gemäuer

Rathaus-Anbau mit neuem Innenhof
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Rathaus-Anbau mit neuem Innenhof

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26. September 2012, 10:36 Uhr

Stadtmitte | Moderne Büros in historischen Gebäuden - von diesem Motto haben sich Planer und Architekten beim Bau des südlichen Rathausanbaus leiten lassen. Gestern ist er nach einigen Monaten Verzögerung endlich offiziell übergeben worden.

Für viele Rathausmitarbeiter bedeutet der Umzug in den 7,8 Millionen Euro teuren Komplex mit den Adressen Neuer Markt 1a beziehungsweise Große Wasserstraße 19 bessere Arbeitsbedingungen. Aber auch die Bürger sollen profitieren: So ist die Ausländerbehörde aus dem unattraktiven Container hinter dem Rathaus mit in die erste Reihe gerückt. Der Innenhof , der so genannte Schustergarten, wird künftig öffentlich sein. Freuen dürften sich darüber auch Brautpaare und Feiergesellschaften, die aus dem gegenüberliegenden Standesamt kommen. Und ihre Meldeangelegenheiten können Rostocker schon seit Anfang des Jahres im neuen Ortsamt Stadtmitte erledigen. Die mit einem großzügigen Oberlicht erhellte Halle im Schalterraum der ehemaligen Mecklenburgischen Hypotheken- und Wechselbank ist eines der Juwele, die die Umgestaltung zutage gefördert hat. "Sehr aufwändig war die Sanierung im ehemaligen Kaufmannshaus in der Großen Wasserstraße", sagt Kerstin Beyer vom Architekturbüro Albert und Beyer, das für das Projekt mit dem Rostocker Architekturpreis ausgezeichnet wurde. Im Gemäuer hatte sich ein Schwamm ausgebreitet. Außerdem hatten archäologische Funde den Umbau verzögert. "Die Exponate werden künftig im mittelalterlichen Keller des Hauses ausgestellt", so Beyer.

Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos), der die Schlüssel für den Anbau gestern von Reinhard Wolfgramm, Chef der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mbH (RGS), überreicht bekam, betonte: "Mit der behutsamen Sanierung und dem Neubau wird die Hansestadt Rostock ihrer Verantwortung für dieses besondere Areal gerecht." Neben Ausländerbehörde und Ortsamt haben auf den 3600 Quadratmetern auch Mitarbeiter des Stadtamtes sowie des Amtes für Management und Controlling ihre Büros im neuen Komplex. Der Keller wird vom Stadtarchiv genutzt.


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