Rostock : Neue Attacken junger Männer

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Polizei ermittelt nach zwei Fällen am Mittwochabend in der KTV und Toitenwinkel.

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05. April 2018, 21:00 Uhr

In der Hansestadt ist es am Mittwoch erneut zu tätlichen Auseinandersetzungen zwischen jungen Männern gekommen. Zunächst wurde in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV) gegen 20.40 Uhr ein 20-Jähriger aus einer Gruppe heraus angegriffen und erlitt dabei eine Kopfplatzwunde sowie mehrere Prellungen und Hämatome.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei befand sich der geschädigte Syrer in der Doberaner Straße vor einem Imbiss, als eine Gruppe von mehreren jungen Männern auf ihn zukam. Ein bisher unbekannter Täter sprach den Geschädigten an. Unvermittelt schlug ein weiterer Täter mit einem Schlagstock auf das Opfer ein. Ein dritter tatverdächtiger Mann haute dem geschädigten Mann eine Holzkiste auf den Kopf. Anschließend traten mehrere Täter aus dieser Personengruppe auf den Geschädigten ein. Dann flüchteten Täter noch vor Eintreffen der Polizei in unbekannte Richtung.

Etwa eineinhalb Stunden später kam es in Toitenwinkel zu einem tätlichen Angriff auf drei junge Männer syrischer Herkunft. Dabei verletzte sich ein 20-jähriger Mann leicht am rechten Oberarm, die beiden anderen Geschädigten blieben unverletzt. Die drei jungen Männer im Alter von 20 bis 27 Jahren stiegen an der Haltestelle in der Martin-Niemöller-Straße aus der Straßenbahn aus. Dabei trafen sie auf vier wartende Männer, die augenscheinlich gleicher Herkunft sind. Es kam zunächst zu einem verbalen Streit, dessen Grund bisher unbekannt ist. Das Wortgefecht eskalierte dann. Als weitere junge Männer hinzukamen, warfen sie Flaschen und Steine in Richtung der geschädigten Männer. Anschließend flüchteten die Täter in unbekannte Richtung.

Die Rostocker Kriminalpolizei hat in beiden Fällen umgehend die Ermittlungen aufgenommen. Im ersten Fall sind zwei Tatverdächtige syrischer Herkunft mittlerweile bereits bekannt. Sie müssen sich nun wegen schweren Landfriedensbruchs verantworten. Im zweiten Fall konnten die Täter zunächst unerkannt flüchten. Ein möglicher Zusammenhang beider Tathandlungen steht im Fokus der kriminalpolizeilichen Ermittlungen.

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