Baugeschehen : Neue Anlaufstelle für Familien

Viel Grün für Naturerlebnisse ergänzt die geplanten Neubauten in der Schleswiger Straße 6: Der Flachbau (Haus 1) wird unter anderem Sitz der ASB-Verwaltung. Haus 3 (hinten links) ist für die Wohngruppen, Haus 2 (hinten rechts) bietet Pläte für Mutter/Vater-Kind-Wohnen.  Grafik: Eigenbetrieb KOE Rostock/aib Bauplanung
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Viel Grün für Naturerlebnisse ergänzt die geplanten Neubauten in der Schleswiger Straße 6: Der Flachbau (Haus 1) wird unter anderem Sitz der ASB-Verwaltung. Haus 3 (hinten links) ist für die Wohngruppen, Haus 2 (hinten rechts) bietet Plätze für Mutter/Vater-Kind-Wohnen. Grafik: Eigenbetrieb KOE Rostock/aib Bauplanung

ASB bekommt drei Häuser für Kinder- und Jugendhilfezentrum.10,5 Millionen Euro werden investiert. Danach wird die Berufsschule erweitert.

svz.de von
05. April 2017, 08:00 Uhr

Über drei geschenkte Wochen freut sich derzeit Uwe Hintze. Eigentlich wäre gestern Baustart für das neue und drei Häuser umfassende Familienkompetenzzentrum in der Schlewsiger Straße 6 gewesen. „Durch den milden Winter sind wir aber schon mit dem Bodenaustausch fertig und haben zum Teil die Grundleitungen verlegt“, sagt der Projektleiter vom Kommunalen Eigenbetrieb für Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE), der als Bauherr auftritt. Rund 10,5 Millionen Euro werden am Standort investiert. Ein Antrag für Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung ist gestellt, der vorzeitige Maßnahmenbeginn wurde gewährt. „Die Fördermittelhöhe beträgt voraussichtlich 75 Prozent, was einem Betrag von etwa sieben Millionen Euro entspricht“, sagt KOE-Sprecher Nico Seefeldt.


Schutzraum für Kinder, Mütter, Väter


Nach jahrelangen Vorgesprächen wurden Ende Oktober vergangenen Jahres durch den Abriss einer alten Kita sowie des danebenliegenden Freizeitzentrums, die beide bereits länger leer standen, erst einmal Baufreiheit auf dem 9600 Quadratmeter großen Grundstück geschaffen. Bis Oktober 2018 will der KOE die drei Gebäude fertigstellen, damit der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) mit seinen Angeboten der Jugend- und Familienhilfe als Nutzer dort einziehen kann. Derzeit sitzt der ASB in direkter Nachbarschaft zum Baugrundstück.

Anlass für den Neubau war vor allem der äußere Zustand des jetzigen ASB-Gebäudes. „Die Plattenbauten sind stark sanierungsbedürftig und entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik“, sagt Seefeldt. Die Entwürfe für die neuen Häuser seien in enger Abstimmung zwischen Bauherren, Nutzer und dem Amt für Jugend und Soziales erarbeitet worden. „Im Haus 3, das zuerst fertig werden soll, sind Wohngruppen für Kinder im Alter bis zu 18 Jahren geplant“, sagt Anke Baumann. Haus 2, das auch als zweites stehen soll, hält Plätze für Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Wohnen vor, „also einen Schutzraum für diejenigen, die Begleitung beim Elternsein brauchen“, so die Einrichtungsleiterin des Kinder- und Jugendhilfezentrum Lichtenhagen.

Ergänzt wird das Ensemble durch einen Flachbau für die Verwaltung sowie Werkstätten, Räume für Unterricht, Veranstaltungen und den Ambulanten Dienst. „Die inhaltliche, tiergestützte Arbeit, die wir aktuell schon leisten und die bestehenden Platzzahlen ändern sich künftig nicht“, sagt die ASB–Mitarbeiterin. Die aktuellen Bewohner und Nutzer wären bei den Planungen zur Gestaltung des Familienkompetenzzentrums auch mit einbezogen worden. „Wir planen auch ohne Zäune, wollen eine offene Anlage und Begegnung schaffen“, so Anke Baumann. Dazu gehören auch Grün- und Spielflächen, ein Naturtheater sowie ein Übergang zum angrenzenden Kinderbauernhof.

Sobald der Umzug erfolgt ist, werden die Plattenbauten, die der ASB jetzt nutzt, abgerissen. „Der Platz dient dann zur Erweiterung der Beruflichen Schule Alexander Schmorell“, so Seefeldt.

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