Nebensaison wird für viele härter

Mit dem A-Ja-Resort kommen weitere 420 Hotelbetten nach Warnemünde. mapp
Mit dem A-Ja-Resort kommen weitere 420 Hotelbetten nach Warnemünde. mapp

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05. September 2012, 09:56 Uhr

Warnemünde | Die Angst vor zusätzlichen Hotelbetten sitzt etlichen Hoteliers aus dem Ostseebad im Nacken. "Mit dem A-Ja-Resort kommen 420 Betten nach Warnemünde und das Motel One bringt Rostock weitere 400", sagt Dietmar Vogel, Vorsitzender vom Handels- und Gewerbeverein (HGV). Auf der Mittelmole rechnen die Warnemünder mit weiteren Hotelbetten, in Markgrafenheide ebenfalls. Allein das A-Ja bedeutet für Warnemünde einen Bettenzuwachs von 30 Prozent. "Weil wir die Entwicklung mit Sorge beobachten, müssen wir die Attraktivität steigern und Anreize schaffen", sagt Vogel.

Die Warnemünder wollen nicht nur klagen, sondern das Beste aus der Situation machen. Deshalb hat es vorgestern eine Podiumsdiskussion zum Tourismuskonzept 2022 und zu anderen flankierenden Themen gegeben. Dazu waren Hoteliers, Matthias Fromm in Doppelfunktion als Tourismusdirektor und Geschäftsführer der Rostocker Gesellschaft für Tourismus und Marketing (RGTM), Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens (CDU), Frank Martens als Hotelier und Vorsitzender des Tourismusvereins, Stefan Weiß von Rostock Business und andere interessierte Gäste da. "Wir müssen uns der Situation stellen, Angebote vernetzen und Buchungsanreize für die Nebensaison schaffen", so Martens. Dabei wurde das Darwineum als neuer Publikumsmagnet angesprochen. Martens wies darauf hin, dass zum Tourismuskonzept Punkte wie die Verkehrssituation, die Toiletten-Knappheit sowie der Mangel an Parkplätzen zählen. Bei all diesen Themen sieht er Handlungsbedarf.

"Gerade in der Nebensaison kann das Mehr an Betten zum erbitterten Preiskampf führen", sagt Alexander Soyk, Chef des Hotels Ostseeland. Darum sei die gemeinsame Diskussionsrunde wichtig und konstruktiv. "Die Veranstaltung ist ein guter Anfang, nur gemeinsam ist man stark", sagt Bürgerschaftspräsidentin Jens. "Zum Wohl der Bewohner und Touristen muss auch überlegt werden, wie der Verkehr im historischen Kern verringert werden kann", sagt sie. Es sollen weitere Veranstaltungen folgen.

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