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Parkentin : Naturschutzgebiet ist ein Heim für Kleinstlebewesen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Behördenvertreter und Anwohner informieren sich über die Naturschutzmaßnahmen im FFH-Gebiet

Der Hütter Wohld und die Kleingewässerlandschaft bei Hanstorf sind schützenswerte Gebiete, die auch verschiedensten Kleinstlebewesen ein Zuhause bieten. Doch der Zustand des rund 27 Hektar großen Areals variiert. Davon konnten sich jetzt bei einem Rundgang interessierte Anwohner sowie Vertreter vieler offizieller Stellen überzeugen.

Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (Stalumm) hatte zusammen mit dem FFH-Management (Flora, Fauna, Habitat) ein Gutachten beauftragt. Vertreter des zuständigen Büros Natura et cultura erläuterten vor Ort die bisherigen Erkenntnisse und wichtige Faktoren, die das Ökosystem unterstützen oder verbessern sollen.

Torsten Ode, Diplom-Ingenieur für Landeskultur und Umweltschutz, erklärte zum Beispiel die unterschiedlichen Lebensraumtypen an den Klosterteichen. Das Gebiet unterteile sich in natürliche, nähstoffreiche Gewässer und natürliche Fließgewässer. Unterschiedliche Pflanzen fördern die abwechslungsreiche Artenvielfalt. Auch sonnige oder schattige Plätze beeinflussen Fauna und Flora. Neben der Rotbauchunke und der Großen Moosjungfer, einer Libellenart, tummeln sich dort bauchige Windelschnecken und Bachneunaugen. „Ein Zeichen, dass der Lebensraum intakt ist, ist das Vorkommen der seltenen und bauchigen Windelschnecke“, sagte Biologin Jette Gleisberg. Die Schnecke ist allerdings nur mit einem Vergrößerungsglas zu erkennen.

Die lautstarke Rotbauchunke soll allerdings seit etwa fünf Jahren den Rückzug angetreten haben. Die Gründe dafür werden von Dietmar Lill und Kollegen aus unterschiedlichen Fachgruppen erforscht. „Das kann viele Ursachen, wie beispielsweise Verschilfung oder zu niedrige Wasserstände, haben“, erklärte der Diplom-Biologe. Was der einen Art hilft, sich zu entwickeln, könnte einer anderen schaden, so Lill. Jetzt sollen die notwendigen Maßnahmen mit allen Entscheidungsträgern ausdiskutiert und von einer Arbeitsgruppe erarbeitet werden. Im Frühjahr soll das Projekt abgeschlossen sein. Finanziert wird die Naturschutz-Maßnahme aus Mitteln des Landes und der EU.

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