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20. November 2017 | 09:03 Uhr

Naturnähe punktet bei Jury

vom

svz.de von
erstellt am 09.Mär.2012 | 05:17 Uhr

Rostock | Der Entwurf des Planungsbüros Marek Jahnke aus Berlin hat bei dem Freiraumwettbewerb zur Entwicklung der Grünflächen am östlichen Stadteingang gewonnen.

Insgesamt haben sich 25 nationale und internationale Planungsbüros an dem Wettbewerb beteiligt und ihre Entwürfe für die Grünfläche an der Unterwarnow links und rechts der Vorpommernbrücke eingereicht. Die Planung aus dem Hause Marek Jahnke überzeugte besonders durch einfache landschaftsplanerische Maßnahmen, die die "Petribleiche" und dadurch die tieferen Zeitschichten wieder ablesbar macht. An ausgewählten Stellen neben einem gut nutzbaren Hauptweg entstehen gut geschützte Aufenthaltsbereiche mit Informationen zur Historie. Mehrere attraktive Aufenthaltsorte und Aussichtspunkte machen die Wasserlage erlebbar, die Rasenflächen bleiben als Liege- und Spielwiese öffentlich zugänglich. Der alte Warnowarm wird von mehreren Seiten erlebbar gemacht. Am vergangenen Donnerstag fand die Preisgerichtssitzung unter Vorsitz von Silke van Ackeren, Landschaftsplanerin aus Stralsund, statt. Die Jury hat sich ihre Entscheidung nicht leicht gemacht und aus den 24 zugelassenen Arbeiten drei Entwürfe ausgewählt. Die Entwürfe des Büros plancontext GmbH aus Berlin und der Landschaftsarchitekten Schmidtke und Boué aus Hamburg erhielten den zweiten und dritten Preis.

Die Hansestadt Rostock beabsichtigt, den Sieger mit den weiteren Planungsschritten zu beauftragen, um den südlichen Teil des Planungsgebietes von der Vorpommernbrücke bis zum neu anzulegenden Warnowarm bereits 2013 zu gestalten. Die Stadt hatte im November 2011 Planungsteams aufgerufen, an dem einstufigen Freiraumwettbewerb teilzunehmen und Vorschläge für die etwa 2,8 Hektar große Fläche einzureichen. Die Finanzierung des Wettbewerbes erfolgt aus Mitteln der Hansestadt und aus Städtebaufördermitteln und wird durch die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (RGS) koordiniert. Ziel des Wettbewerbes war es, Lösungsvorschläge für eine bisher in der öffentlichen Wahrnehmung sehr vernachlässigte, aber geschichtlich doch bedeutsame Grünfläche am historischen Stadteingang unterhalb der Rostocker Altstadt zu finden. Die besondere Situation der Anbindung an die Holzhalbinsel und der Lage zwischen dem Petridamm und der Vorpommernbrücke sowie die Einbindung des Wassersportvereins Hanseat bildeten weitere Rahmenbedingungen. Entlang der Warnow, eingebettet im Grünraum, soll ein öffentlicher Uferweg geführt werden, der eine barrierefreie Anbindung an die Holzhalbinsel ermöglicht und südlich der Vorpommernbrücke zu einem Aussichts- und Ruhepunkt am Wasser führen kann. Teil des Wettbewerbs war auch eine teilweise Wiederbelebung des alten War nowarmes, der unmittelbar vor der Petrikirche bis zum Hafenbecken westlich der Holzhalbinsel verlief. Hier kann auch ein neu anzulegendes Wasserbecken mit Bootshafen sowie ein neues Vereinsgebäude für den Wassersportverein Hanseat eingeordnet werden. Dabei waren insbesondere die Festsetzungen des Bebauungsplanes "Östlich der Stadtmauer" zu berücksichtigen und insgesamt eine naturnahe und leicht zu pflegende Frei- und Grünfläche zu konzipieren.

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