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Norddeutsche Neueste Nachrichten

13. Dezember 2017 | 17:57 Uhr

Marine : Nato-Verband besucht Rostock

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Sieben Schiffe der Minenabwehreinheit laden heute und morgen zu Open Ship ein. Flotte meidet russisches Fahrwasser.

svz.de von
erstellt am 20.Sep.2014 | 16:45 Uhr

Für Aufsehen sorgen seit gestern sieben Nato-Schiffe im Rostocker Stadthafen. Freitag früh haben sie an der Haedgehalbinsel festgemacht, um einen Zwischenstopp in der Hansestadt einzulegen. Der Minenabwehrverband der Nato kam aus Litauen und macht sich am Montag zur Weiterfahrt nach Stavanger in Norwegen bereit. Der Verband befindet sich auf einer routinemäßigen Route und macht dabei regelmäßig Halt in Nato-Staaten.

Angesichts der angespannten Lage zwischen der Nato und Russland bestätigt der Verbandsführer, Kommandeur Giedrius Premeneckas, dass russisches Territorium in der Ostsee gemieden werde. „Wir haben aber auch keine Absichten, russisches Gebiet zu befahren“, ergänzt Premeneckas. Trotz der kritischen internationalen Lage führt der Nato-Verband weiterhin seine Übungsroute fort. „Wir verfolgen das Weltgeschehen kritisch, fahren aber weiterhin friedlich unser Programm“, sagt Helena Linder-Jeß, Kommandantin des einzigen deutschen Verbandsschiffes, des Minenjagdboots „Datteln“. Im Ernstfall wäre die Flotte jederzeit einsatzbereit.

Die hauptsächliche Arbeit des Nato-Verbandes besteht darin, Minen ausfindig und unschädlich zu machen, damit der allgemeine Schiffsverkehr keinen Gefahren ausgesetzt wird. Vor allem die Offshore-Industrie, Ölbohr-Plattformen und Kabellege-Arbeiten profitieren von den Einsätzen der Minenabwehr. „Noch heute befinden sich schätzungsweise 80 000 Minen in der Nord- und Ostsee“, sagt Kommandeur Premeneckas. Sie stammen aus dem Zweiten Weltkrieg und befinden sich hauptsächlich auf den großen Wasserstraßen und zwischen Inseln. Zuletzt konnte eine Mine im finnischen Seegebiet unschädlich gemacht werden. Ein weiterer wichtiger Teil der Arbeit der mehr als 300 Mann starken Besatzung besteht darin, in den Nato-Städten Präsenz zu zeigen. Dabei wird auch Proviant und Treibstoff aufgenommen. Ein achtes aus Polen stammendes Schiff wird in Norwegen zu dem Verband stoßen.

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