Nägel auf dem Spielplatz: Polizei schließt gezielten Anschlag aus

Abgesperrt: Das Tief- und Hafenbauamt sichert den Spielplatz vorsorglich ab. dabe
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Abgesperrt: Das Tief- und Hafenbauamt sichert den Spielplatz vorsorglich ab. dabe

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21. Mai 2012, 05:55 Uhr

Lichtenhagen | Nachdem am Wochenende der Fund von etwa 400 Nägeln auf einem Spielplatz in der Sternberger Straße in Lichten hagen für große Aufregung bei den Anwohnern gesorgt hat, gab die Polizei gestern Entwarnung. Ein gezielter Anschlag gilt als unwahrscheinlich. "Wir gehen nicht davon aus, dass hier jemand Kinder ganz bewusst verletzen wollte", sagt die Sprecherin der Polizeiinspektion Rostock, Yvonne Hanske.

Die 3,5 Zentimeter langen Nägel seien über den kompletten, rund 100 Quadratmeter großen Spielplatz wahllos verteilt gewesen und nicht wie bisher angenommen, ganz gezielt vor der Rutsche und den anderen Spielgeräten versteckt worden. Zudem standen sie nicht alle senkrecht, sagt Hanske. Unbestritten ist allerdings, dass von den spitzen Gegenständen eine erhebliche Gefahr für die Kinder ausging, weswegen das Tiefbauamt den Spielplatz sperrte.

Die Polizei hatte die Bevölkerung zuletzt um Mithilfe gebeten und Hinweise zur Tat entgegengenommen. Nach der Auswertung bestehe die Möglichkeit, dass Jugendliche die Nägel unüberlegt auf dem Spielplatz verteilt haben. Über ein Motiv könne jedoch nur spekuliert werden. Dass künftig auf weiteren Spielplätzen Nägel gefunden werden könnten, gilt bei der Polizei als eher unwahrscheinlich.

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