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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. September 2017 | 09:53 Uhr

Nach zwei Jahren Arbeit am Ziel

vom

svz.de von
erstellt am 18.Jun.2013 | 08:38 Uhr

Rostock | Gestern wurden im Beisein von Lorenz Caffier (Innen- und Sportminister von Mecklenburg-Vorpommern) sowie Roland Methling (Oberbürgermeister von Rostock) die Europameisterschaften der Wasserspringer feierlich eröffnet. "Geschafft", sagte Andreas Kriehn vom Organisationsteam. Genauer gesagt, tat er das schon am Vormittag. Denn da fand die abschließende Sitzung des Verbandes mit Vertretern der 19 Teams statt, die in der Neptun-Schwimmhalle ihre Salti im Kampf um Gold, Silber und Bronze von Brett und Turm darbieten werden. "Dort hätten auf Wunsch der Delegationen noch Veränderungen vorgeschlagen werden können. Doch es kamen keine. Da war mir die Erleichterung anzumerken", so Kriehn.

Vor zwei Jahren hatte der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) mit Rostock als Austragungsort den Zuschlag vom europäischen Schwimmverband (LEN) bekommen. "Damals wussten wir trotz eines Besuches unserer Vorgänger in Eind-hoven noch nicht, was wir uns so aufbürden", gesteht Kriehn, Geschäftsführer des austragenden Vereins Internationaler Springertag Rostock (ISR).

Ein Wechsel in der Führung der LEN-Gremien brachte ungeahnte Änderungen. Aufgaben, die eigentlich dort angesiedelt waren, mussten mit übernommen werden. "Es waren einige grundlegende Dinge dabei, die für uns eine echte Herausforderung darstellten", sagt Rainer Milles als Präsident des ISR.

Gemeinsam wurden sie bewältigt. "In mancher Nacht konnte ich nicht schlafen, wälzte Aufgabenstellungen und Lösungen", gesteht Andreas Kriehn, der zudem dem Rostocker Wasserspringerclub vorsteht.

Die Organisatoren hatten aber ein Ziel vor Augen: Rostock wollte eine EM ausrichten, von denen die Teilnehmer noch lange sprechen.

Die "alte Dame" Neptun-Schwimmhalle wurde "aufgemotzt" und präsentiert sich im neuen Gewand. Bereits der äußere Anblick mit frischem Grün fällt auf. "Es wurde Rollrasen verlegt", erklärt Kriehn und macht noch einmal allen am Bau beteiligten Arbeitern ein Kompliment: "Die Jungs haben sich mächtig reingekniet, schnell und mit entsprechender Qualität gearbeitet."

Milles: "Zehn Tage vor Eröffnung sah noch einiges nach Baustelle aus." Im Endspurt und im Zusammenwirken mit dem Kommunalen Eigenbetrieb Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hansestadt Rostock wurde alles gepackt. Letztere hat die EM-Organisatoren nie mit ihren Problemen allein gelassen. "Lösungen wurden gesucht, gefunden und umgesetzt. Auch die Sache mit den Erfordernissen der Bauordnung ist nun Geschichte", freut sich Andreas Kriehn, der seit drei Wochen von seinem Arbeitgeber freigestellt ist. Er fügt zudem an: "Die Übertragung der EM durch Eurosport und das ZDF wird sich nachhaltig für Rostock auswirken. Europa wird sehen, was hier geschaffen wurde. Hightech-Aufnahmen mit 17 Kameras über und unter dem Wasser sind geplant."

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