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Lamndtagswahl : Nach Wahl: Linken-Chefin erwägt Teilrückzug

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Als neue Landtagsabgeordnete fürchtet Eva-Maria Kröger hohe Belastung. Fraktionsvorsitzende fordern Vorzug der Sachpolitik.

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erstellt am 05.Sep.2016 | 21:12 Uhr

Nach ihrem Einzug in den Landtag erwägt Eva-Maria Kröger ihren Rückzug als Fraktionsvorsitzende der Linken in der Bürgerschaft. „Ich bin kein Klammeraffe und habe nicht dieses Ego-Problem“, sagt sie. Die Entscheidung liege aber in der Hand der Fraktion, mit der sie sich im Herbst zur Beratung zurückziehen will. Fest stehe, dass sie und Parteikollege Karsten Kolbe trotz ihrer neuen Mandate Mitglieder der Bürgerschaft bleiben.

Dort fordern viele Mitglieder die Rückkehr zur Sachpolitik. „Ideologisieren führt zu nichts, das spaltet die Gesellschaft“, sagt Malte Philipp, Chef der Fraktion UFR/FDP. Er bedauert, dass im Landtag nun drei Abgeordnete aus Rostock weniger sitzen – „andererseits war davon bisher auch nicht viel zu merken“, so Philipp. Wie er zieht auch Sybille Bachmann, Chefin der Fraktion Rostocker Bund/Graue/Aufbruch 09, eine zentrale Lehre aus dem Wahlkampf: „Der Bürger ist mitzunehmen.“ Dem schließt sich auch Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) an: „Die höhere Wahlbeteiligung zeigt einmal mehr, dass die Menschen nicht unpolitisch sind und auch erwarten, dass sie in Entscheidungen einbezogen werden.“

SPD-Fraktionschef Steffen Wandschneider wünscht sich nun ebenfalls die Rückkehr zur Sachpolitik. Er sagt: „Unter den Mitgliedern der Bürgerschaft waren ein paar Kandidaten für den Landtag, die im Wahlkampfmodus waren – das hat an manchen Stellen genervt.“ Der SPD-Landesspitze empfiehlt er Sondierungsgespräche mit CDU und Linken.

CDU-Fraktionschef Berthold Majerus hält das für überflüssig: „Es wäre wünschenswert, wenn die große Koalition fortgesetzt wird.“ Grünen-Fraktionschef Uwe Flachsmeyer, dessen Partei den erneuten Sprung in den Landtag verpasst hat, fürchtet, der Weg in den politischen Landesraum könne künftig schwieriger werden. „Das ist schon ein herber Verlust für uns“, sagt er.

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