Polizei : Nach Unfällen: Debatte um Zebrastreifen

Lebensgefährlicher Unfallschwerpunkt: Der Zebrastreifen in der Groß Kleiner Werftallee soll sicherer werden.
Lebensgefährlicher Unfallschwerpunkt: Der Zebrastreifen in der Groß Kleiner Werftallee soll sicherer werden.

Kommission und Bauamt beraten über gefährlichen Fußgängerüberweg in der Groß Kleiner Werftallee

von
13. Januar 2016, 07:00 Uhr

Der Zebrastreifen in der Werftallee in Groß Klein gilt als Unfallschwerpunkt, nachdem es in der vergangenen Woche zu mehreren Unfällen – teilweise mit Todesfolge – gekommen war. Deshalb überprüft eine Unfallkommission der Hansestadt jetzt, ob dort neben unbeleuchteten Verkehrsschildern und den Straßenlaternen zusätzliche Sicherungsmaßnahmen notwendig sind. Rostocks Bausenator Holger Matthäus (Grüne) habe sich den Fall persönlich auf den Tisch geholt, heißt es aus dem Rathaus.

Auf dem Zebrastreifen in der Nähe des Fritz-Meyer-Scharffenberg-Wegs war am vergangenen Freitag gegen 18 Uhr eine 64-jährige Fußgängerin von einem Taxi erfasst und getötet worden. Nur vier Tage zuvor wurde ebenfalls in der Werftallee ein 30-Jähriger angefahren, als er in den frühen Morgenstunden den Zebrastreifen überqueren wollte. Er musste auf dem Weg ins Krankenhaus wiederbelebt und in der Klinik notoperiert werden. Der 75 Jahre alte Unfallfahrer hatte den Passanten übersehen, obwohl der Fußgängerüberweg in der Werftallee den geltenden Richtlinien entsprechend mit Straßenlaternen ausgeleuchtet ist. „Die Sichtverhältnisse auf die Beschilderung und Markierung sind nicht durch Bäume oder andere Bauten beeinträchtigt“, heißt es aus dem Rostocker Tief- und Hafenbauamt.

Im vergangenen Jahr wurden bereits zwei der 47 Fußgängerüberwege in der Hansestadt durch Ampeln ersetzt, einer wurde verlegt und neu ausgerüstet, drei weitere wurden nach den neuesten technischen Richtlinien umgerüstet, teilt das Bauamt mit. Ein Dekra-Sachverständiger soll zudem klären, mit welchem Tempo das Taxi unterwegs war.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen