Rostock reagiert : Nach Toten: Licht für den Zebrastreifen

vu_kat1_4.jpg

Stadt will Beleuchtung erhöhen und Tempo senken

von
28. Januar 2016, 05:00 Uhr

Der Zebrastreifen in der Groß Kleiner Werftallee, an dem es Anfang Januar bei Unfällen zwei Todesopfer gegeben hatte, soll sicherer werden. Das hat die Verkehrsunfallkommission der Hansestadt gestern entschieden. „Wir planen kurzfristig, die Sichtbarkeit zu erhöhen, indem die Straßenbeleuchtung in unmittelbarer Nähe des Fußgängerüberwegs verstärkt wird“, sagt Ordnungssenator Chris Müller (SPD). So sei die Straße zwar generell gut ausgeleuchtet, der Zebrastreifen durch den überall gleichmäßig starken Lichteinfall aber nicht als besonderer Straßenabschnitt zu erkennen. Zudem solle die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Kilometer pro Stunde nicht länger nur noch bis 18 Uhr gelten, sondern immer, so Müller. Diese Maßnahmen sollen bereits in den kommenden Tagen umgesetzt werden.

Längerfristig wolle die Kommission prüfen, ob der Zebrastreifen gänzlich verlegt und durch anders gestaltet werden sollte. „Wir prüfen, ob der Fußgängerüberweg in der Werftallee in Richtung Fritz-Meyer-Scharffenberg-Weg verlegt werden soll“, sagt Müller. Dort sei auf Höhe des Stadtteil- und Begegnunszentrums ohnehin das größte Fußgängeraufkommen zu verzeichnen. Zudem seien die Installation einer Ampel oder verkehrsverlangsamende Maßnahmen wie Poller, Aufpflasterungen oder eine Fahrbahnverengung denkbar, so Müller. Über die längerfristigen Veränderungen entscheidet die Kommission Ende Februar.

Auch wenn die Unfallursachen bisher nicht geklärt sind, solle in jedem Falle, die Sichtbarkeit deutlich erhöht werden, um bauliche Defizite ausschließen zu können, so Müller.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen