Bildung : Nach Insolvenz: HWBR fängt neu an

Geschäftsführerin Uta Koss sucht einen neuen Standort.
Geschäftsführerin Uta Koss sucht einen neuen Standort.

Die Geschäftsführerin setzt auf Ausbildung im Bereich Hotel und Gaststätten. Schule muss umziehen.

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12. April 2015, 15:00 Uhr

Im Juni vergangenen Jahres hatte die Hanseatische Weiterbildungs- und Beschäftigungsgemeinschaft Rostock (HWBR) Insolvenz anmelden müssen. Jetzt ist sie zurück. Mit neuem Namen – Hotel- und Wirtschaftsschule Rostock – und neuer Geschäftsführerin. Uta Koss will den Schwerpunkt auf die Aus- und Weiterbildung im Hotel- und Gaststättenbereich legen. „Dort gibt es Fachkräftemangel“, sagt sie.

Die ersten Lehrgänge laufen zwar bereits wieder An der Jägerbäk, doch dort kann die Schule nicht bleiben. Nach der Insolvenz beansprucht die Stadt das Gebäude für sich, der so genannte Heimfall ist eingetreten. „Wir sind auf der Suche nach etwas Neuem“, sagt Koss, die dabei auf die Unterstützung der Stadt hofft. Der neue Standort für sie und ihre jetzt noch 23 von ehemals 30 Mitarbeitern müsse vor allem gut erreichbar sein, da die Teilnehmer aus der ganzen Republik und teilweise aus dem europäischen Ausland kommen. Die 47-Jährige will auch eine Showküche und Unterkünfte für die Meisterschüler und Fachwirte integrieren.

Allerdings sollen die Teilnehmer künftig nur noch möglichst kurze Zeit vor Ort anwesend sein müssen. „Wir wollen unternehmerorientierte, moderne Lernformen anbieten“, sagt Koss. Die Schüler sollen so wenig wie möglich am Arbeitsplatz fehlen und auch von zu Hause aus lernen können. Das Rezept dafür, so die neue Geschäftsführerin: „Kurze, knackige Module, die bezahlbar und zeitlich überschaubar sind.“ Außerdem sollen sie auf die individuellen Wünsche der Auftraggeber zugeschnitten werden, um beispielsweise das Alleinstellungsmerkmal eines Hotels im Bereich Bio- oder Diätküche zu unterstreichen.

Derzeit betreut die Einrichtung rund 140 Schüler. „Im nächsten Jahr wollen wir die Zahl erhöhen“, so Koss. Gegenüber der früheren HWBR sei lediglich die klassische Pflegeschule weggefallen, weil sie bereits vom zweiten Unternehmen von Koss betrieben wird, dem 2009 gegründeten Institut für Gesundheitsmanagement Nord mit Sitz in Reutershagen. Weiter aus- und fortgebildet wird hingegen an zugehöriger Hotelschule, der Hair Academy sowie der Wirtschafts- und Freizeitakademie.

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