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Bauprojekt : Nach fünf Jahren: Kunsthalle bekommt ihren Parkplatz

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hinter dem Museum sollen 38 Stellplätze entstehen. Bis das Projekt umgesetzt werden konnte, war es ein langer Weg durch die Ämter.

Vor 45 Jahren ist die Rostocker Kunsthalle errichtet worden. Vor fünf Jahren begannen die Bemühungen um einen eigenen Parkplatz. Bis August soll er nun fertig werden. Zwischen Grazer und Linzer Straße entstehen auf 1450 Quadratmetern 38 Stell- und zusätzlich Behindertenparkplätzen. Dann müssen die Besucher nicht mehr im dicht bewohnten Gebiet auf die mühselige Jagd nach einer freien Lücke am Straßenrand gehen.

Schon 2010 hatte Kunsthallen-Chef Uwe Neumann für sein Vorhaben 30 000 Euro von der Jahresköste bekommen. „So eine Kostbarkeit ohne einen Parkplatz“, sagt Thomas Diestel von der Jahresköste – das sei nicht tragbar. Die Teilnehmer des jährlichen Treffens der Jahresköste unterstützten gern neben sozialen Projekten auch Kunst und Kultur, so Diestel. Vom Geld der Jahresköste finanziert die Kunsthalle die Planung des Parkplatzes sowie die Anschaffung einiger neuer Skulpturen für den Gräsergarten neben dem Museum.

Für den eigentlichen Bau des Platzes kommt die Stadt auf – nur wer genau? Diese Frage stellte sich 2010. Da es ein öffentliches Gebäude sei, sei der Kommunale Eigenbetrieb für Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hansestadt (KOE) für die Kunsthalle zuständig, befand das Amt für Kultur- und Denkmalpflege. Der KOE wiederum sah das Amt in der Pflicht. Schließlich handele es sich um ein Museum. Beide schoben sich über rund zwei Jahre die Zuständigkeit gegenseitig zu, bis OB Roland Methling (parteilos) Mitte 2013 das Tief- und Hafenbauamt damit betraute. Dessen Leiter Heiko Tiburtius stellte rund 100 000 Euro für den Bau in den Haushalt ein.

Das Amt überarbeitete die Pläne und sicherte den unter der jetzigen Fläche befindlichen Notbrunnen. Nächste Woche beginnt die Hanse Tiefbau Rostock GmbH mit dem Bau. „Bis Anfang August wollen wir planmäßig fertig werden“, sagt Bauleiter Karl Baumgart. Der Platz bekomme drei LED-Laternen und die Firma verlege die Kabel für einen Parkscheinautomaten und eine Schranke. Nächstes Problem für Tiburtius: Die privatrechtliche Verwaltung würde er gern abgeben. Der Platz solle allen, aber gerade zu Veranstaltungen vornehmlich Besuchern, offen stehen. „Ende Juli, Anfang August werden die Fragen der Bewirtschaftung geklärt“, sagt Tiburtius.

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