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Polizei prüft möglichen Betrug : Nach Flugzeugabsturz weiterhin vermisst

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London Zehn Tage nach dem Absturz eines Kleinflugzeuges vor der Küste Südenglands fehlt von dem deutschen Piloten weiterhin jede Spur. Die Polizei ging zunächst von einem Vermisstenfall aus.

svz.de von
erstellt am 31.Jul.2013 | 10:22 Uhr

London Zehn Tage nach dem Absturz eines Kleinflugzeuges vor der Küste Südenglands fehlt von dem deutschen Piloten weiterhin jede Spur. Der aus Rostock stammende Bankkaufmann Sascha Schornstein war nach Angaben der britischen Polizei am 21. Juli in einer einmotorigen Cirrus-Propellermaschine von London nach Le Touquet in Frankreich gestartet. Das Flugzeug stürzte ab. Rettungskräfte fanden einige Wrackteile, Hinweise auf den Verbleib des 36-Jährigen gab es jedoch nicht. Die Polizei ging zunächst von einem Vermisstenfall aus.

Allerdings würden Konten, Kreditkarten und Mobiltelefon des Vermissten auf Hinweise auf einen möglichen Betrugsfall überprüft, hieß es laut Mitteilung der Polizei. Schornsteins Ehefrau Yulia setzte sich gegen Medienspekulationen zur Wehr, dass ihr Ehemann den Unfall getürkt haben könnte. „Er war ein gewissenhafter Mensch“, sagte sie der Zeitung „Evening Standard“. Er habe keinen Grund gehabt, sich etwa abzusetzen. Sie seien glücklich gewesen und hätte auch keine Geldsorgen gehabt.
Die 21-Jährige will über eine Spendenaktion im Internet weitere Untersuchungen finanzieren, damit Taucher die Leiche ihres Mannes sowie Flugdaten aus dem Wrack im Meer bergen könnten. Die Behörden hatten die Suche bereits am Samstag beendet. Bislang sind laut Medienberichten lediglich etwa 15 Prozent des Wracks geborgen worden.

„Ich muss ihn finden“, sagt die Frau, „ich brauche Gewissheit“. Dafür hat sie eine Spendenplattform eingerichtet, damit sie die Kosten der Bergungsaktion bezahlen kann: 10 000 Pfund werden Taucher und U-Boot pro Tag kosten. Sie rechnet damit, dass die Suche ein bis drei Tage dauern könnte. Gestern hatte sie bereits mehr als 9000 Pfund gesammelt.

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