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23. November 2017 | 04:50 Uhr

Muss die Volkshochschule ausziehen?

vom

svz.de von
erstellt am 21.Jan.2011 | 08:33 Uhr

Östliche Altstadt | Die Volkshochschule (VHS) Rostock muss um ihren Standort am Alten Markt zittern. Sollte die Stadt dem geplanten Regionalzentrum der evangelischen Kirche als Mieter den Vorzug geben, muss sie ausziehen. "Noch ist da nichts in Sack und Tüten", sagt VHS-Leiter Dr. Horst Geyer. Allerdings seien bereits zwei Alternativstandorte im Gespräch, ebenfalls beide in Innenstadtlage. Sie sollen mindestens genauso viele Räume bieten, wie der Volkshochschule momentan zur Verfügung stehen, sodass das bestehende Kursangebot komplett erhalten bleiben kann. Wo genau die Ausweichstandorte sich befinden, möchte Geyer zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht verraten.

Es wäre auch nur eine Übergangslösung für die kommenden drei Jahre. "Ab 2013 ist vorgesehen, dass wir in die Berufliche Schule Wirtschaft und Verwaltung in der Erich-Schlesinger-Straße ziehen", sagt der VHS-Chef. Die müsse zuvor allerdings noch erwachsenen- und behindertengerecht instandgesetzt werden, die Planungskosten dafür seien bereits im Haushalt eingestellt worden. Am neuen Standort wird dann das gesamte Angebot angesiedelt sein, auch die Außenstelle in Lütten Klein soll in den Hauptsitz integriert werden.

Von der Maßnahme, die auch im Haushaltssicherungskonzept für die Jahre bis 2018 verankert ist, verspricht sich die Stadtverwaltung Einspareffekte. "Die neuen Räume sind für unsere Kurszwecke besser geeignet als die jetzigen", verrät Geyer bereits heute. Sie seien größer als am Alten Markt, auf Wissensvermittlung ausgerichtet und für die Kursteilnehmer sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Einziger Wermutstropfen: Für eine kleine Gallerie ist in der Erich-Schlesinger-Straße kein Platz mehr. "Und viele unserer Teilnehmer werden es bedauern, den attraktiven Standort am Alten Markt zu verlieren", meint Geyer.

Das kirchliche Regionalzentrum für übergemeindliche Dienste und Werke sollte ursprünglich in der Nikolaikirche angesiedelt werden. Dort gab es allerdings zu wenig Platz für die jetzigen Ämter für Gemeindedienst und für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die Ehrenamtsakademie, die Evangelische Erwachsenen- und Familienbildungsstätte, die ökumenische Partnerarbeit sowie die Leitungen der Evangelischen Jugend Schwerin und der Sozialdiakonischen Jugendarbeit Neubrandenburg. Daher bot die Stadt Rostock der Kirche das Gebäude am Alten Markt 19, das frühere Schleswig-Holstein-Haus, zur Miete an. Immerhin würden so zahlreiche neue Arbeitsplätze in die Hansestadt gelockt.

Die Delegierten der Mecklenburgischen Landessynode nahmen dieses Angebot Ende November vergangenen Jahres an und stellten bereits 800 000 Euro für das Haus in den landeskirchlichen Haushalt ein. Um den Plan abzurunden fehlt nur noch die endgültige Zustimmung der kommunalen Gremien.

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