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Norddeutsche Neueste Nachrichten

16. Dezember 2017 | 16:03 Uhr

Rostock : Muslime wollen offen für alle sein

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Maher Fakhouri gibt Einblick in die Pläne für den Bau eines Gebetsraumes in Evershagen.

svz.de von
erstellt am 07.Aug.2017 | 20:45 Uhr

Nachdem bekannt wurde, dass es für den in Evershagen geplanten Gebetsraum der muslimischen Gemeinde einen Bauantrag gibt, äußert sich jetzt erstmals Maher Fakhouri zum Vorhaben.

„Wir haben das Objekt in der Maxim-Gorki-Straße bisher noch nicht gekauft, sondern erst mal durch ein Ingenieurbüro den Bauantrag gestellt“, sagt der Sprecher des Islamischen Bundes. Sollte die Stadtverwaltung dem Antrag auf Nutzungsänderung zustimmen, soll alles schnell gehen. „Wir wollen dort so bald wie möglich beginnen“, so Fakhouri. Groß umgebaut werden soll das im Privatbesitz befindliche Objekt aber nicht. „Es geht eigentlich nur darum, es zu entkernen.“

Der Gebetsraum soll dann täglich genutzt werden. Hauptzeitraum sei zum Freitagsgebet, wenn laut Nutzungsantrag maximal bis zu 120 Gläubige zum Gebet kommen können. „Im Sommer beginnen wir damit um 14 Uhr, im Winter 12.30 Uhr. Die Predigt auf Arabisch und Deutsch dauert etwa eine Stunde“, sagt Fakhouri.

Zwar sei der Gebetsraum auch an anderen Tagen geöffnet, aber dann mit deutlich weniger Zulauf, sodass die Anwohner das kaum störend bemerken dürften. Auch wenn die fünf täglichen Gebete im Sommer bis in den späten Abend hinein dauern könnten. „Es gibt keinen Lautsprecher nach draußen“, erklärt Fakhouri.

Er bietet Interessenten an, sich vor Ort umzuschauen, wenn der Gebetsraum fertig ist. „Wir laden gerne ein und begrüßen alle interessierten Besucher – ob Schulklassen oder Senioren“, sagt er. Das sei zwar auch ohne Voranmeldung möglich, aber mit Absprache besser, weil das Objekt zwischen den Gebetszeiten auch unbesetzt sein könnte.

Der Islamische Bund der Hansestadt sitzt derzeit in der Moschee in der Erich-Schlesinger-Straße, die perspektivisch für den Bebauungsplan Groter Pohl weichen muss. Deshalb sucht die 400 bis 500 Besucher zählende Gemeinde neue Gebetsräume im Stadtgebiet. „Der in Evershagen wäre der erste und würde uns etwas Zeit für die weitere Suche verschaffen“, erklärt Maher Fakhouri.
 

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