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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. September 2017 | 10:53 Uhr

Musikunterricht für kleine und große Talente

vom

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erstellt am 07.Okt.2010 | 08:28 Uhr

Östliche Altstadt | Am Anfang stand nichts als eine gute Idee: die Idee, hochbegabten musikalischen Nachwuchs zu fördern. "Heute sind wir einen Schritt weiter", sagt Professor Stephan Imorde, Leiter der Young Academy Rostock (Yaro), die mittlerweile 45 Schüler und 15 Frühstudenten zählt und ihr zweijähriges Bestehen feiert. Anlässlich des Jubiläums gibt der Pianist und Echo-Preisträger Matthias Kirschnereit am Sonnabend, 9. Oktober, um 19.30 Uhr im Katharinensaal der Hochschule für Musik und Theater Rostock ein Klavierkonzert. Auf dem Programm stehen Werke von Mozart, Rachmaninoff, Schumann und Ginaster. Der Erlös der Benefizveranstaltung ist für das Projekt "Jedem Kind ein Instrument" (Jeki) bestimmt. Denn: "Ohne Breitenförderung keine Spitzenförderung", sagt Imorde. Ziel sei es, musikalische Bildung im Alltag zu verankern.

Derzeit beteiligen sich rund 120 Kinder aus den Grundschulen in Dierkow, Toitenwinkel und Gehlsdorf an dem Pilotprojekt, das der Rostocker Verein "Musik ist Klasse" organisiert. Während die Schüler im ersten Jahr elementare musikalische Erfahrungen machen können, bekommen sie im zweiten Jahr Flöten, Geigen, E-Pianos, Gitarren und Schlagzeuge als kostenlose Leihgaben in die Hand. "Wir erleben immer wieder, dass sie ein inniges Verhältnis zu ihren Instrumenten entwickeln", sagt der Vereinsvorsitzender Joachim Gebhardt. Um noch mehr Kindern Wege zur Musik eröffnen zu können, ist das Projekt auf Unterstützer angewiesen. "Deshalb sind wir dankbar, dass sich die Hochschule fragt, was sie für die Basis tun kann", sagt Geb hardt. Und vielleicht werden ja aus einigen Jeki-Kindern später auch Yaro-Schüler, hofft Imorde.
In Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Musikschulen bietet sein Internationales Zentrum für musikalisch Hochbegabte immer wieder Workshops für Musikschüler an und lädt zum Vorspielen ein. Besondere Talente bekommen die Chance, Mitglied im Fördernetzwerk zu werden und in der Hochschule Unterricht zu nehmen. Die nächste Stufe ist dann ein schulbegleitendes Frühstudium, das auf die Bedürfnisse der jungen Musiker zugeschnitten ist und ihnen eine frühzeitige Professionalisierung ermöglicht. "Hier können sie in unmittelbarer Nähe der Hochschule ihr Talent entfalten", sagt der Yaro-Leiter.

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