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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. November 2017 | 03:05 Uhr

haushalt : Musikschule zieht die Preise an

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Unterricht am Rostocker Konservatorium kostet ab August im Schnitt rund zehn Prozent mehr / Nächste Erhöhung für 2018 geplant

von
erstellt am 06.Mai.2015 | 06:00 Uhr

Die rund 1550 Musikschüler am Konservatorium Rudolf Wagner-Régeny müssen ab August im Schnitt zehn Prozent mehr für ihren Unterricht bezahlen. Die Kosten für Leihinstrumente steigen durchschnittlich um zirka 20 Prozent. Ursache dafür ist vor allem die Auflage des städtischen Haushaltssicherungskonzepts, die der Einrichtung bis 2018 eine Einnahmeerhöhung um 100 000 Euro vorschreibt.

„Das geht nur mit Entgelterhöhungen“, sagt Leiter Edgar Sheridan-Braun. Er räumt ein: „Es ist richtig, dass wir in meiner Zeit noch nie eine so große Erhöhung hatten.“ Allerdings liege die letzte Anhebung auch schon vier Jahre zurück. Damals seien die Entgelte um fünf bis acht Prozent gestiegen, eine Abmeldungswelle aber ausgeblieben. Darauf hofft Sheridan-Braun auch jetzt, denn „wir können den Eltern die Gründe darstellen und bei der Elternvertretung ist Verständnis da“. Für beliebte Instrumente wie Klavier oder Gitarre gebe es derzeit sogar Wartelisten.

„Die Gründe für die Erhöhung sind vielfältig“, sagt Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke). Zusätzlich zur Vorgabe des Haushaltssicherungskonzepts seien die Personal- und Betriebskosten gestiegen und auch für die Notenlizenzen verlange die Gema zehn Euro mehr pro Schüler und Jahr. „Ziel ist es, den Zuschussbedarf des Konservatoriums nicht weiter zu erhöhen“, sagt Bockhahn. Laut Plan zahlt die Stadt 2015 mehr als 1,2 Millionen Euro. „Rostock leistet immer noch einen gewaltigen Anteil“, so Bockhahn.

Allerdings drohe der Stadt angesichts der angespannten Haushaltslage eine Anordnung des Innenministeriums, die Gebühren noch weiter zu erhöhen. „Ich hoffe, dass wir das vermeiden können, denn wir haben einen gewissen Bildungsauftrag“, so der Senator. Die jetzigen Erhöhungen sollen insgesamt rund 73 700 Euro in die Kasse des Konservatoriums spülen.

Laut Haushaltssicherungskonzept ist die nächste Anhebung der Unterrichtsentgelte für 2018 geplant. Dann sollen sie erneut um zehn Prozent steigen. In sozialen Härtefällen unterstützt die Stadt Betroffene. Warnowpassinhaber beispielsweise erhalten bis zu 50 Prozent Ermäßigung und auch Familien bekommen einen Nachlass.

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