Mumienmaske ist gerettet

<strong>Gerettet:</strong> Dr. Jutta Fischer zeigt die restaurierte Maske.<foto>geos</foto>
Gerettet: Dr. Jutta Fischer zeigt die restaurierte Maske.geos

svz.de von
27. Juni 2012, 09:31 Uhr

Rostock | Dunkle Haarzöpfe bis auf die Brust, ein Skarabäus am Haaransatz, das ebene Gesicht in Gold getaucht - eine mehr als 2100 Jahre alte Mumien-Maske ist für das Heinrich-Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften von der Kölner Studentin Grazyna Nowottka als Projekt ihrer Diplomarbeit restauriert worden.

Doch die Identität des Menschen, der hinter der Maske 300 bis 100 vor Christus seine letzte Ruhe fand, ist ungeklärt. "In der Regel sind auf den Särgen die Namen der Verstorbenen verzeichnet", sagt Dr. Jutta Fischer vom Institut. Doch zu welchem Grab die Maske gehörte, ist nicht überliefert. Die Maske war dem Institut 1906 geschenkt worden. Der Archäologe Dr. Otto Rubensohn hatte sie zusammen mit Grabbeilagen im Auftrag des Berliner Museums für Archäologie aus einer großen ägyptischen Grabanlage in Abusir et-Meleq geborgen. In einer der vielen Grabkammern sei sogar ein Priestergrab gewesen - die unbekannte Mumie, vielleicht ein ägyptischer Priester? Fischer kann es nicht sagen. Die Maske verrät nichts über den Stand des Verstorbenen. "Für einen Ägypter ist nichts so wichtig wie eine gute Bestattung, damit seine Auferstehung gewährleistet ist. Viele haben dafür ein Leben lang gespart", sagt sie. Das Rätsel um die Mumienmaske bleibt. Heute Abend um 19.30 Uhr stellt das Institut die Gips-Maske vor. Die aufwändige Restauration wurde vom Freundeskreis der Kulturstiftung der Länder gefördert.

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