zur Navigation springen

Bad Doberan : Münstergemeinde weiht offenes Zentrum ein

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Altes Amtshaus für drei Millionen Euro saniert / Landesbischof leitet Festgottesdienst

Das über 200 Jahre alte, ehemalige Amtshaus am Münster wird künftig als evangelisches Gemeindezentrum genutzt. Der Schweriner Bischof Andreas von Maltzahn weihte das neue Zentrum gestern mit einem Festgottesdienst ein. Es war in knapp zwei Jahren für rund drei Millionen Euro saniert worden. Das denkmalgeschützte Fachwerkgebäude soll als öffentliches Haus der Begegnung, Bildung und Kultur auch Vereinen und Gruppen zur Verfügung stehen.

Diese Sanierung sei ein großer Gewinn für das Doberaner Klosterensemble, sagte der Bischof. Das sieht auch Pastor Albrecht Jax so. Es sei ein Zeichen, dass die Kirchengemeinde sich weiter zu einem noch vielfältigeren Gemeindeleben entwickeln wolle. Maltzahn dazu: „Über diese Zuversicht freue ich mich.“ Das neue Gemeindehaus solle nicht nur für Christen, sondern für alle Menschen in Bad Doberan offen und einladend sein.

Das Gebäude war von 1793 bis 1801 als herzogliches Jagdschloss errichtet worden und diente später der herzoglichen Amtsverwaltung. Nach 1989 residierte dort das Arbeitsamt, zuletzt die Stadt- und Kreisbibliothek. Seit 2001 stand es leer. Die örtliche Kirche hatte das Amtshaus 2008 für einen symbolischen Euro vom Land gekauft. Im Juni 2013 begann die Sanierung.

Ins Gebäude ziehen auch eine Diakonie-Beratungsstelle und der Treffpunkt Suppenküche. Im Parterre entstand ein großer Saal für 160 Personen für Gottesdienste und Veranstaltungen. Außerdem gibt es im Untergeschoss einen Proberaum der Kantorei, eine Küche und zwei Gasträume für die Suppenküche. Im Obergeschoss entstanden Diensträume für Pastor und Kantor, ein Gemeindebüro und fünf Räume für Begegnung, Gemeindearbeit und Beratung.

Die Kosten von drei Millionen Euro wurden unter anderem durch rund 700 000 Euro Städtebaufördermittel, 400 000 Euro vom Bund und 286 000 Euro Klimaschutzmittel vom Land finanziert. Das Gemeindezentrum hat ein eigenes Biogas-Kraftwerk, mit dem Wärme und Strom erzeugt werden. Im Doberaner Küsterhaus soll künftig die Münsterverwaltung sein. Der Rostocker Michaelshof will ein Café mit Kaffee-Rösterei einrichten, wo Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen