gebühren : Müllabfuhr wird ab Januar teurer

Die Servicemitarbeiter wie Joachim Schommbach sind täglich für die Rostocker im Einsatz.
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Die Servicemitarbeiter wie Joachim Schommbach sind täglich für die Rostocker im Einsatz.

Rostocker müssen vier Prozent mehr zahlen

svz.de von
07. November 2014, 11:00 Uhr

Ab Januar müssen Rostocker für die Entsorgung ihres Abfalls mehr Geld zahlen. Für den 80-Liter-Behälter werden dann bei wöchentlicher Leerung 150 Euro Jahresgebühr fällig, bislang waren es 144 Euro. Auch die Gebühren für die 120-, 240- und 1100-Liter-Behälter ziehen um 4,2 bis 6,2 Prozent an, auf 180, 247 und 876 Euro.

„Wir bieten den Rundum-Service an, aber unsere Ausgaben sind von 15,3 auf 15,9 Millionen Euro gestiegen, das war unvermeidbar“, sagt Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne). Den Großteil der Mehrausgaben verursacht die Neuvergabe der Altpapiersammlung an die Veolia Umweltservice Nord GmbH ab Januar. Das Unternehmen erhielt den Zuschlag für drei Jahre plus Option auf eine zweijährige Verlängerung. Das Leistungsspektrum sei in diesem Zusammenhang erweitert worden, so Matthäus. „Veolia kauft neue Tonnen, die sie nach vier Jahren an die Hansestadt übereignet“, sagt er. Außerdem werden fünf neue Fahrzeuge angeschafft.

„Für die schwarze und blaue Tonne soll ein Chipsystem eingeführt werden, das die Entleerung optimiert“, sagt Matthäus. Das führe langfristig zu Kosteneinsparungen. Im kommenden Jahr rechnet die Stadtentsorgung Rostock mit einem leichten Anstieg der Entleerungen der insgesamt knapp 23 900 Behälter in der Stadt. Sie summieren sich demnach auf fast 1,03 Millionen Entleerungen. Die Menge des Haus- und Geschäftsmülls werde rund 46 000 Tonnen betragen. Positiv auf die Festsetzung der Gebühren wirken sich Mehreinnahmen aus den Jahren 2012 und 2013 aus. In den kommenden beiden Jahren fließen aus diesem Topf knapp 780 000 Euro in die Kalkulation ein.

Das Geschäft mit dem Müll teilen sich in Rostock drei Unternehmen. Die Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft kümmert sich um die Entsorgung der gemischten Siedlungsabfälle und des Sperrmülls. Den Zuschlag für den Betrieb der vier Recyclinghöfe sowie für die Einsammlung von ausrangierten Elektro- und Elektronikgeräten hat die Stadtentsorgung Rostock erhalten. Und die Veolia Umweltservice Nord GmbH ist für Papier- und gefährliche Abfälle zuständig.

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