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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. Oktober 2017 | 11:41 Uhr

Müll und Unkraut verunstalten Oase

vom

svz.de von
erstellt am 29.Dez.2011 | 07:10 Uhr

Warnemünde | In den Ecken abgelegte Müllsäcke, meterhoch verwelkte Pflanzen in umzäunten Flächen und zwischengelagerte Grabkränze - dieses Bild bietet sich derzeit im Stephan-Jantzen-Park. "Ich war Weihnachten mit meinem sechsjährigen Enkel hier spazieren und er hat gesagt, ,Oma, bei euch ist das aber schmutzig’", sagt Karin-Elke Isenmann. "Da habe ich mich richtig ein wenig geschämt für Warnemünde", sagt sie. Diese grüne Oase wird von vielen Warnemündern und auch Touristen für ihre Spaziergänge genutzt.

Wer den Park auf die Kritik hin inspiziert, muss dem Jungen Recht geben. Gleich am Eingang ist ein orangefarbener Container von der Straße aus zu sehen. "Der passt da optisch nicht hin", sagt Isenmann. Hinter einem kapellen ähnlichen Haus stehen volle blaue Müllsäcke. Neben anderen Gräbern liegen Birkenstämme im Gras.

Dort, wo zum Volkstrauertag Kränze von der Hansestadt und anderen Institutionen abgelegt worden sind, wurden die alten Gestecke halbherzig behandelt. Sie wurden nur ein paar Meter vom eigentlichen Grabfeld entfernt abgelegt. "Dann hätten sie entweder dort ordentlich liegen bleiben oder gleich weggeräumt werden können", kritisiert Isenmann, die seit zwölf Jahren im Ostseebad lebt.

In einem weiteren Teil des Parks steht hinter schmiedeeisernen Zäunen verwelktes Gestrüpp. Isenmann erahnt den Kraftakt zwischen dem Personalmangel des Grünamtes und der Menge der anfallenden Arbeiten an vielen Stellen.

Stefan Patzer, Sachgebietsleiter für Planung im Grünamt, hat sich sofort nach Isenmanns Kritik bereit erklärt, den mobilen Trupp des Grünamtes noch einmal eine Kontrolle machen und den Müll so schnell es geht entsorgen zu lassen. "Ich verstehe, dass die Bürger dann sauer sind, wenn es nicht sauber aussieht", sagt er. "Dabei sind wir als Amt ehrlich bemüht, den Stephan-Jantzen- sowie den Kurpark und den Alten Strom auf hohem Standard zu pflegen", so Patzer.

Das hohe Unkraut in den schmiedeeisernen Umfriedungen ist das Ergebnis eines Experiments. "Wir haben Rosen angepflanzt, aber das war nicht gut hier", sagt Patzer.

2012 wird im Stephan-Jantzen-Park die Grabfläche des Lotsenkommandeurs Stephan-Jantzen innerhalb einer Lehrbaustelle aufgewertet. "Vielleicht haben wir dann ja noch Kapazität, um noch anderes zu schaffen", sagt Patzer.

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