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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. Oktober 2017 | 04:18 Uhr

Evershagen : Mühlenstraße wird umbenannt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Nördlicher Abschnitt des Evershäger Wohngebiets wird ab Juli „Am Mühlenteich“ heißen. 83 Anwohner in 24 Häusern betroffen

Auf die Anwohner der Mühlenstraße in Evershagen kommen einige Behördengänge zu. Zumindest auf einige von ihnen, denn der nördliche Teil der Straße wird wegen der zusätzlichen Bebauung zwischen den bestehenden Hausnummern und damit einhergehender Verwirrung umbenannt und neu beziffert. „Wir haben verschiedene Szenarien abgewägt und uns für dasjenige entschieden, bei dem möglichst wenig Personen belangt werden“, sagt Hans-Bodo Pasternack vom Kataster-, Vermessungs- und Liegenschaftsamt der Hansestadt.

Damit wird der südliche Bereich der Mühlenstraße bleiben, wie er ist, der nördliche aber einen neuen Namen und neue Hausnummern bekommen. „Betroffen sind 67 Erwachsene und 16 Kinder in 24 Häusern“, sagt Pasternack. Das seien nur etwa halb so viele wie in dem anderen Teil. Während des Verfahrens und des Ganges durch die Ämter würden bereits die entsprechenden Bescheide an die Bewohner gehen, so Pasternack. Mit der Umbenennung und Neubeschilderung sei etwa im Juli zu rechnen. „Meist werden dann ein Vierteljahr lang zusätzlich die alten Straßennamen – durchgestrichen – drangelassen, um die Übergangsphase zu erleichtern“, sagt Pasternack. Oft würden die Bewohner auch die neue Hausnummer neben der alten hängen lassen, was für einen gewissen Zeitraum von der Stadt toleriert würde, so der Sachgebietsleiter.

Die Anwohner der Mühlenstraße hatten die geplante Umbenennung im Vorfeld heftig kritisiert. Nie habe es Probleme bezüglich der Auffindbarkeit von Hausnummern gegeben. Post, Taxis und Rettungswagen hätten stets sofort die richtige Adresse gefunden, auch wenn manche Ziffern gehäuft vorkommen. „Dass es bisher keine Probleme gegeben hat, enthebt uns nicht vom geltenden Ordnungsgesetz“, sagt Pasternack. Das schreibt vor, Anforderungen zum vorbeugenden Brand-, Gesundheits- und Katastrophenschutz, zur Postzustellung und zur persönlichen Erreichbarkeit durch ein systematisches und nachvollziehbares Ordnungsprinzip zu erfüllen. Der finanzielle Aufwand für die Betroffenen ist gering: „Auf die Bewohner kommen so gut wie keine Kosten zu. Die Post, die Stadtwerke, Eurawasser, die Stadtentsorgung, das Finanzamt und Navigationsunternehmen werden von der Stadt benachrichtigt“, so der Sachgebietsleiter. Adressänderungen im Personalausweis, bei Banken oder Versicherungen müssen die Evershäger selbst anweisen, jedoch sind die meist kostenfrei. „Das einzige, was die Bewohner zahlen müssen, sind elf Euro für die Änderung der KFZ-Zulassung“, so Hans-Bodo Pasternack.

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