Mühlendamm: Neue Lösung bis Mai

<strong>Zurzeit rollen</strong> die Autos am Mühlendamm über eine Behelfsbrücke. Über das neue Bauwerk wird noch diskutiert. <foto>geos</foto>
Zurzeit rollen die Autos am Mühlendamm über eine Behelfsbrücke. Über das neue Bauwerk wird noch diskutiert. geos

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05. März 2013, 08:47 Uhr

Rostock | Was wird aus der Warnowschleuse? Und wann geht es weiter mit dem Brücken-Neubau am Mühlendamm? Bis Mai soll eine Lösung für die Probleme mit der Schleusenbrücke stehen. Darauf haben sich gestern Vertreter der Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD) Nord, des Infrastrukturministeriums MV und der Hansestadt Rostock geeinigt. Sie waren im Rostocker Rathaus zusammengekommen, um über zukünftige Zuständigkeiten und Nutzungen von Wasserstraße und Schleuse zu beraten. Denn die Bundesbehörde WSD will die Verantwortung für die Oberwarnow abgeben - und bringt damit das Land und die Stadt in Zugzwang.

Knackpunkt in den bisherigen Verhandlungen ist die Finanzierung. Denn bislang ist unklar, wer die Kosten für den Brückenneubau tragen soll und wie hoch sie letztlich sein werden. Die bisherigen Planungen sahen ein kompliziertes Bauwerk mit einer Brücke und darunter liegender Schleuse vor. Sie wurden jedoch vor der Ankündigung des Bundes gemacht, das Gewässer abzugeben. Nach dem Rückzug des Bundes würde ein Wegfall der Schleuse vieles vereinfachen: Ein schlichter Damm mit Straßenbrücke könnte gebaut werden - das würde Kosten in Millionenhöhe sparen. Für die rund 1600 Sportboote, die jährlich an dieser Stelle geschleust werden, müsste dann allerdings eine Alternative gefunden werden. "Man ist sich darüber einig, dass eine Lösung gefunden werden soll, die die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt", hieß es gestern aus dem Rathaus.

Heiko Tiburtius, Leiter des Rostocker Tief- und Hafenbauamtes, will die Geduld der Autofahrer nicht unnötig strapazieren. Er will nach wie vor bis 2014 mit den Bauarbeiten fertig sein.

Schon seit Ende 2011 muss am Mühlendamm eine Behelfsbrücke herhalten. Die Passage ist eine von drei Stellen, an denen Autos in Rostock die Warnow queren können. Bausenator Holger Matthäus (Grüne) drückt ebenfalls auf die Tube: "Das gemeinsame Ziel ist es, eine schnelle, praktikable und kostengünstige Lösung zu finden."

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