Morgen droht Rostock der schwarze Bildschirm

Der Techniker hat den Sendersuchlauf schon mal gestartet: Tobias Winkler, erklärt wie auf dem schwarzen Bildschirm, der durch die Senderumbelegung im digitalen Fernsehen entsteht, wieder das Lieblingsprogramm aufflackert. Foto: Nicole Pätzold
Der Techniker hat den Sendersuchlauf schon mal gestartet: Tobias Winkler, erklärt wie auf dem schwarzen Bildschirm, der durch die Senderumbelegung im digitalen Fernsehen entsteht, wieder das Lieblingsprogramm aufflackert. Foto: Nicole Pätzold

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07. Mai 2012, 08:39 Uhr

Rostock | In der Nacht von heute auf morgen, zwischen 1 und 3 Uhr entwickelt das digitales Fernsehen ein Eigenleben. Frequenzen wechseln blitzschnell die Plätze, Sender verschieben sich. Was bleibt, ist ein schwarzer Bildschirm oder eine Fehlermeldung.

Das ist aber kein Grund zur Sorge, weiß Techniker Tobias Winkler (25) von Infocity. "Die digitalen Sender bleiben alle bestehen, sie werden nur umgelegt auf andere Frequenzen." Das Problem lässt sich schnell beheben.

Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten, erklärt Winkler. Bei Fernsehgeräten mit integriertem Empfangsteil ist ein Sendersuchlauf nötig. Über eine Taste wie Set-up oder Einstellungen gelangt der Zuschauer in ein Menü, kann sich einen Überblick verschaffen und sollte "Sendersuchlauf" oder "Auto Set up" finden. So lässt sich ein Suchlauf starten. Steht die Wahl zwischen manuell und automatisch, rät selbst der Profi zur Automatik. "Da macht man nichts verkehrt", sagt Winkler. Manche Geräte, allerdings nur die wenigsten, starten diesen Suchlauf sogar von alleine, dann taucht erst gar keine Fehlermeldung auf. Bei anderen muss der Nutzer selbst ran.

Digitale Receiver und Videorecorder müssen vor dem Suchlauf auf Werkeinstellung zurückgesetzt werden. "Dann müssen alle Grundeinstellungen nochmal gemacht werden", sagt Winkler. Das dauert ein bisschen, sei aber nicht schwerig. Zwischen zwei und 15 Minuten müssen für die Umstellung eingeplant werden. Zeit, die sich der Nutzer aber nehmen müsse, sonst bliebe der Bildschirm schwarz.

"Der Frühjahrsputz im Kabel schafft freie Ressourcen", so Katrin Luczak von der Urbana Teleunion. Sender fallen dabei nicht weg, kann sie beruhigen. Ganz im Gegenteil wären ab morgen sogar drei neue Sender, die Einkaufssender QVC HD und HSE 24, sowie der Frauensender Glitz digital verfügbar. Betroffen sind von der Umstellung alle Nutzer des digitalen Kabelfernsehnetzes in Rostock, Admannshagen-Bargeshagen, Kritzmow und dem Ostseebad Nienhangen. Das analoge Programmangebot ist nicht betroffen.


Das müssen sie nach der umstellung tun

Bei Fernsehern mit integriertem Empfänger muss ein Sendersuchlauf gemacht werden. Den findet der Nutzer meist über den Menüpunkt "Einstellungen" oder "Set up" auf der Fernbedienung. Ein Automatischer Suchlauf genügt. Die Sender werden dabei vorübergehend gelöscht und ordnen sich dann neu. Digitale Receiver und Videorecorder müssen vor dem Suchlauf auf Werkeinstellung zurückgesetzt werden. Im Nachhinein kann die Senderliste über das Menü geordnet werden, wie, verrät im Zweifelsfall ein Blick in die Bedienungsanleitung. Denn je nach Anbieter unterscheiden sich die Geräte stark in der Menüführung. Sender gehen bei der Umstellung nicht verloren. Durch die Umlegung der Sender auf andere Frequenzen wird sogar Platz für neue Programme geschaffen.

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