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Norddeutsche Neueste Nachrichten

13. Dezember 2017 | 16:11 Uhr

Rostock : Möwen von der Häkelnadel

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Sandra Fromm stellt maritime Wollfiguren her. Wasservögel sind der Renner

svz.de von
erstellt am 29.Apr.2017 | 16:00 Uhr

Sie sind klein, weich und fressen einem nicht das Essen aus der Hand – die Möwen, die Sandra Fromm mit ihrer Häkelnadel und unter dem Namen „Meermasche“ erschafft, zaubern nicht nur Kindern ein Lächeln ins Gesicht.

Bis sie so fingerfertig war, hat es ein Weilchen gedauert. „Ich habe als Kind von meiner Oma Häkeln gelernt – im Winter auf der Couch“, erzählt die Rostockerin. Als sie in der Elternzeit nach der Geburt ihrer zweiten Tochter wieder damit anfing, war es fast wie ein Neustart. „Am Anfang hat die Familie noch jedes Mal geraten, was es sein soll“, sagt die 41-Jährige lachend.

Doch mit jeder gehäkelten Masche ging es leichter von der Hand. So entstanden bald die ersten Figuren nach eigenen Ideen und in der japanischen Amigurumi-Technik, bei der das Garn in Runden gehäkelt und die Einzelteile der Figuren am Ende miteinander vernäht werden.

„Am Anfang habe ich zwei Tage am Häkeln, Nähen und Stopfen einer kleinen Ente gesessen. Das schaffe ich heute in zwei Stunden“, sagt Sandra Fromm, die sich 2012 mit dem Häkeln selbstständig machte. Mit der Übung kam die Routine, was dem Herzblut des Projektes aber keinen Abbruch tut. Mittlerweile ist die ganze Familie involviert. „Die kleine Tochter liefert Ideen, die große gestaltet den Internet-Blog und macht die Fotos.“

Auf Kunsthandwerkermärkten, im Internet, in einem Laden in der KTV und in einem großen Kaufhaus in der Innenstadt bietet Sandra Fromm ihre Häkelfiguren mittlerweile zum Kauf an. Neben den Klassikern wie Möwen, Affen, Giraffen, Walen, Einhörner oder saisonalen Angeboten wie Schneemännern und Osterküken würden natürlich auch Kundenwünsche realisiert. „Für einen Streetart-Künstler hab ich mal eine Spraydose mit einer Rassel gehäkelt“, blickt die gebürtige Kühlungsbornerin zurück. Selbst überrascht war sie, als eine Kundin einen Affen mit langen Armen bestellte, um den als Gardinenhalter zu verwenden. „Aber auch das hat geklappt.“

Ihre eigene Erfahrung als Mutter fließt in die Arbeit mit ein. „Ich verwende nur 100 prozentige Baumwolle, die Figuren sind waschbar und ohne Knopfaugen, die verschluckt werden könnten.“ Die gehäkelten Gesichter der Tiere seien deshalb immer individuell. Wer möchte, könne sich auch selbst an den Figuren versuchen. „Ich habe auch Selbstmachtüten mit Anleitung im Angebot“, sagt Fromm. Schließlich sei Selbstmachen ungebrochen Trend – und auch ihr würden die Ideen nicht ausgehen.

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