Rostock : Modellbauer greifen nach den Sternen

Einmal ins Weltall fliegen – davon träumt auch Bernd Lietzow. Seit der ersten Mondlandung bastelt er Kartonmodelle von Raumfähren und Raketen.
Einmal ins Weltall fliegen – davon träumt auch Bernd Lietzow. Seit der ersten Mondlandung bastelt er Kartonmodelle von Raumfähren und Raketen.

Raketen und Hafenschlepper: Treff im Börgerhus

von
26. März 2018, 08:00 Uhr

Um sich mit Gleichgesinnten und Interessenten auszutauschen, haben sich am Sonnabend traditionell die Kartonmodellbauer im Börgerhus getroffen. Acht Aussteller präsentierten ihre Modelle und erzählten deren Hintergrundgeschichten. „Leider hat uns die Erkältungswelle in der Teilnehmerzahl minimiert“, sagt Organisator Jürgen Wulff. Der 67-Jährige freut sich allerdings über den Neuzugang Bernd Lietzow, der eine völlig neue Thematik in die kreative Runde mitbringt. „Ich bastel seit 1968 Kartonmodelle der Raumfahrt, weil mich die erste Mondlandung sehr fasziniert hat“, beschreibt der Hanstorfer seine Leidenschaft für alles, was sich im Weltall bewegt. Ein Teil seiner 120 fertigen Modelle hat er in der Sternwarte Rostock ausgestellt.

Am Sonnabend konnten sich seine Werke einer gewissen Begeisterung bei den Besuchern nicht entziehen. Insbesondere die Trägerrakete Saturn 5 vom Apollo 11-Flug im Maßstab 1 zu 48 zog alle Blicke auf sich. „Ein günstiges Hobby, da man sich viele Modellbögen im Internet kostenlos downloaden kann“, sagt Lietzow. Für sein derzeitiges Modell zahlte er allerdings gerne mal 60 Euro, denn die Mondlandefähre Eagle bietet viele Details und benötigt Zeit. Zum Jahresende soll das Schmuckstück fertig sein.

Auch in der Bastelecke für Neueinsteiger war viel los. Hier werkelte beispielsweise der sechsjährige Philipp Strautz an seinem ersten Hafenschlepper und erhielt erste Tipps von Modellbauer Henri Schulz. Auch Papa Raik Strautz ließ sich mitreißen. „Ich könnte mir gut vorstellen, mit meinem Sohn zu Hause weiter zu basteln“, sagt der Elmenhorster. Dass das Hobby ideal für Kinder ist, bestätigt auch Schulz. Eltern sollten allerdings darauf achten, mit wenig Teilen anzufangen, damit die Kinder nach zwei Stunden fertig sind und so ein schnelles Erfolgserlebnis hätten, rät der Profi. Insbesondere die motorischen Fähigkeiten und die Konzentration sollen bei Kindern gefördert werden. Allerdings würden sich die Kartonmodellbauer auch über erwachsenen Nachwuchs in ihren Reihen freuen, so Wulff.

Kontakt: Jürgen Wulff unter E-Mail postboje@versanet.de

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen